Wolfenbüttel 

Ohnmächtig im Mähdrescher: Feuerwehr übt Ernstfall

Über die Drehleiter geht die Rettung am leichtesten.
Über die Drehleiter geht die Rettung am leichtesten.
Foto: Feuerwehr Wolfenbüttel

Wolfenbüttel. Die Feuerwehr Wolfenbüttel ist für den Notfall gerüstet - nicht zuletzt durch Übungen im Gruppendienst. So durften die Einsatzkräfte den Ernstfall an einem Mähdrescher proben.

Kreislauf macht schlapp

Das Szenario: Der Fahrer eines Mähdreschers ist beim Aussteigen aus der Kabine ohnmächtig geworden. "Das Szenario ist sehr realistisch, denn nicht selten herrscht in der Fahrerkabine ein Temperaturunterschied von solzen 15 Grad Celsius", so Tobias Stein, Pressesprecher der Stadtfeuerwehr. Der Kreislauf kann dann beim Aussteigen Probleme machen.

Rettung aus 3,5 Metern Höhe

"Angesichts der Höhe des landwirtschaftlichen Gefährts von rund dreieinhalb Metern ist die Rettung ein schwieriges Unterfangen", erklärt Stein. Gruppenführer Christian Lüdecke hat gleich mehrere Lösungen parat: "Wir haben zwei verschiedene Rettungsmöglichkeiten geübt. Zunächst sind zwei Feuerwehrleute zu dem Patienten in die Kanzel geklettert, überprüften Atmung und Puls." Danach wurde der Mann mit Hilfe eines Tragetuchs aus dem Mähdrescher gehoben.

Einfacher ging es aber über die Drehleiter: "Wir setzten dazu eine Schleifkorbtrage ein, die am Korb der Drehleiter befestigt wurde", erklärt Lüdecke. Landwirt Arndt Rusche aus Ahlum hat den Mähdrescher auf seinem Hof zum Üben zur Verfügung gestellt.