Wolfenbüttel 

Psychisch krank? Unbekannte wütet in Wolfenbüttel

Erst nach einigen Schwierigkeiten konnten die Beamten die offenbar verwirrte Frau festnehmen (Archivbild).
Erst nach einigen Schwierigkeiten konnten die Beamten die offenbar verwirrte Frau festnehmen (Archivbild).
Foto: FRM dpa/lni/lno

Wolfenbüttel/Königslutter. Die Polizei Wolfenbüttel versucht derzeit, die Identität einer offenbar psychisch kranken Frau zu ermitteln. Die etwa 40-jährige sei in das AWO-Psychiatriezentrum Königslutter eingewiesen worden, nachdem sie am Neuen Weg eine 20-Jährige angegriffen und leicht verletzt sowie einen Polizeibeamten attackiert hatte.

Wie das Polizeikommissariat am Samstagvormittag berichtete, führte die Frau keine Dokumente bei sich und "konnte oder wollte ihre Personalien auch nicht angeben". Bei ihrer Durchsuchung fanden die Beamten jedoch mehrere Briefe, welche sie zuvor aus einem Briefkasten in der Straße Am Forst gestohlen hatte.

Zoff beginnt im Laden

Gerufen wurden die Beamten zunächst wegen eines Streits zwischen zwei Frauen in einem Ladengeschäft. Dort berichtete eine 55-jährige Zeugin aus Roklum den Ordnungskräften, dass eine "etwa 35 bis 40 Jahre alte Frau grundlos eine junge Frau angegangen" habe.

Bei dem Opfer handelte es sich um eine 20-Jährige, die den Beamten schilderte, dass sie von einer offensichtlich verwirrten Frau nicht nur beschimpft und beleidigt worden sei - sie habe ihr auch zweimal ins Gesicht gespuckt.

Damit nicht genug: Als sie flüchten wollte, habe die Angreiferin sie auch noch über einen Fahrradständer geschubst.

Angriff auf Beamten

Sowohl die Zeugin als auch die 20-Jährige gaben eine solch präzise Personenbeschreibung, dass die Beamten die Angreiferin wenig später stellen konnten. Auch den Uniformierten gegenüber war die Frau äußerst aggressiv: Sie habe nicht nur Beleidigungen ausgestoßen, sondern auch versucht, einen Beamten zu schlagen und ihm ins Gesicht zu spucken.