Wolfenbüttel 

Häftlinge werden zu Weihnachten früher entlassen – auch in Braunschweig und Wolfenbüttel

In Braunschweig und Wolfenbüttel dürfen fünf Häftlinge "eher gehen" (Symbolbild).
In Braunschweig und Wolfenbüttel dürfen fünf Häftlinge "eher gehen" (Symbolbild).
Foto: dpa

Hannover. Statt hinter Gittern können 71 Häftlinge aus niedersächsischen Anstalten die Weihnachtstage mit ihren Familien verbringen – darunter sind auch fünf Insassen der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel und Braunschweig. Die Männer und Frauen werden vorzeitig entlassen und profitieren von der sogenannten Weihnachtsamnestie.

Man darf auch drinnen bleiben

Wie das Justizministerium in Hannover am Mittwoch mitteilte, müssen die Betroffenen aufgrund der Gnadenentscheidung der Staatsanwaltschaften im Schnitt rund 16 Tage kürzer im Gefängnis bleiben.

Die Inanspruchnahme sei freiwillig. Niemand werde gegen den persönlichen Willen vor die Tür gesetzt, hieß es. Tatsächlich lehnten sechs Inhaftierte ihre vorzeitige Entlassung in diesem Jahr ab.

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Insgesamt wurden 1.146 Hafttage erlassen. Die meisten Nutznießer der Strafmilderung - nämlich 17 Gefangene - saßen in der JVA Lingen ein, gefolgt von der JVA für Frauen in Vechta mit zehn und der JVA Hannover mit acht Häftlingen.

Voraussetzung: Gutes Benehmen

Vorzeitig auf freien Fuß gesetzt werden dürfen nur Insassen, deren restliche Haftzeit maximal einen Monat beträgt und die sich gut verhalten haben. Wer wegen vorsätzlicher Tötungs- oder Sexualdelikten eine Freiheitsstrafe verbüßt, wird nicht begnadigt.

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza hatte die Staatsanwaltschaften zur Gewährung der Weihnachtsamnestie ermächtigt. Die CDU-Politikerin wird am Heiligen Abend die JVA für Männer in Vechta besuchen. (dpa/ck)