Wolfenbüttel 

Prozess in Braunschweig: Radfahrer zielt auf Autofahrer und Polizisten in Schöppenstedt

Nur durch einen Schuss konnten die Beamten den Mann stoppen. (Symbolbild)
Nur durch einen Schuss konnten die Beamten den Mann stoppen. (Symbolbild)
Foto: Paul Zinken / dpa

Schöppenstedt/Braunschweig. Weil er erst einen Autofahrer bedroht und dann auf die Köpfe von zwei Polizeibeamten gezielt in Schöppenstedt hatte, muss sich ein 57-jähriger Mann ab dem 22. Februar vor dem Braunschweiger Landgericht verantworten.

Laut Anklage werden dem Mann versuchten Totschlag, Bedrohung und der Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

Schöppenstedt: Bewaffneten Radfahrer mit Schuss gestoppt

Insassen mit dem Tode bedroht

Der Angeklagte soll am 9. September 2018 als Radfahrer auf der Landstraße 627 von Bansleben in Richtung Schöppenstedt unterwegs gewesen sein. Als ihm ein Auto entgegen kam, soll der 57-Jährige dann mit einer Waffe auf den Wagen gezielt und den Fahrer, seine Ehefrau und einen weiteren Mitfahrer mit dem Tode bedroht haben.

Als der Fahrer den Ernst der Lage erkannte, gab dieser Gas und sei davongefahren.

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Als die Zeugen dann bei einer sofort alarmierten Polizeistreife Anzeige erstatteten, habe der zuvor noch beschriebene Mann den Beamten bereits vor dem Haus der Bedrohten aufgelauert. Ohne Vorwarnung habe er dann auch die 39 und 56 Jahre alten Beamten mit seiner Waffe bedroht und drückte schließlich ab. Ein Schuss habe sich aber aus der verdreckten Waffe nicht gelöst.

Schuss stoppt Angeklagten

Anschließend habe der Angeklagte auf den Kopf des eines Beamten gezielt und erneut abgedrückt. Auch dabei habe sich kein Schuss gelöst. Um den Angeklagten außer Gefecht zu setzen, habe ein Polizeibeamte in die Schusshand des Angeklagten geschossen. Im Zuge dieser Schussabgabe sei es den Polizeibeamten gelungen, den Angeklagten zu überwältigen.

Vier Verhandlungstage hat das Gericht für den Prozess anberaumt. Ein Urteil über den 57-Jährigen soll voraussichtlich am 11. März in Braunschweig gefällt werden. (mvg)