Wolfenbüttel 

Heere: Zwei kleine Jungs leblos in Teich gefunden – Polizei gibt Todesursache bekannt

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Heere. Die Polizei Salzgitter hat die Todesursache der beiden Jungen, die leblos in einem Gartenteich in Heere gefunden worden waren, bekanntgegeben. Auf Grund der Obduktionsergebnisse seien keine Hinweise auf eine Gewalteinwirkung erkennbar, hieß es am Montag.

"Die Befunde sprechen für ein Ertrinken. Die Polizei geht auf Grund der Ermittlungen und derzeit durchgeführten Vernehmungen weiterhin von einem tragischen Unglücksfall aus."

Die beiden vier und sieben Jahre alten Jungen waren am vergangenen Dienstagabend leblos in einem Gartenteich in Heere aufgefunden worden. Zeugen hatten sie in der Gemeinde, die zur Samtgemeinde Baddeckenstedt zählt, entdeckt.

Polizeisprecher Matthias Pintak sprach noch am Abend von einem "dramatischen Einsatz". So habe die Polizei gegen 21.30 Uhr eine Vermisstenmeldung erhalten.

Bei der Anfahrt sei den Beamten bereits mitgeteilt worden, dass sich zwei Kinder in dem Gartenteich befinden. Die Kräfte fanden die beiden Jungen dann in dem "größeren Gartenteich" vor.

Kinder waren vermutlich Nichtschwimmer

Polizeibeamte und Rettungskräfte versuchten die Jungs noch zu reanimieren - ihre Versuche blieben leider erfolglos. Die beiden Kinder verstarben noch an der Unglücksstelle.

Von Anfang an gingen die Beamten von einem tragischen Unfall aus, ermittelten aber in alle Richtungen. Laut Angaben der Polizei Salzgitter konnten die beiden Jungen im Alter von vier und sieben Jahren nicht schwimmen. Die Kinder waren Cousins.

Anwohner zeigten sich am Tag nach dem Unglück geschockt und bestürzt: "Man fragt sich, wieso so etwas passieren muss. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was die Familien gerade durchmachen. Es zerreißt einen." Die Nachbarn fühtlen mit den Familien und zeigten ihre Anteilnahme. "Es fehlen einem die Worte."

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Notfallseelsorger kümmern sich um Angehörige

Am Unglücksort waren neben Spezialkräften der Spurensicherung zahlreiche Rettungskräfte der Feuerwehr, Polizei sowie Notfallseelsorger eingesetzt. Angehörige wie auch Polizisten wurden durch die Seelsorger betreut.

Der Einsatz am Fundort auf einem Privatgrundstück zog sich über mehrere Stunden hin. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig beauftragte beim zuständigen Gericht eine rechtsmedizinische Untersuchung der Kinder. (mb/mvg/ck)