Wolfenbüttel 

Flüchtlingshelfer am Pranger: Er soll mit Daten von Asylbewerbern betrogen haben

Ein Flüchtlingshelfer soll mit den Daten von Asylbewerbern betrogen haben. (Symbolbild)
Ein Flüchtlingshelfer soll mit den Daten von Asylbewerbern betrogen haben. (Symbolbild)
Foto: dpa

Wolfenbüttel. Anklage gegen einen Flüchtlingshelfer aus der Region: Zwei Jahre lang soll der Mann Daten von Asylbewerbern genutzt haben, um betrügerische Geschäfte abzuwickeln.

Wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig auf Anfrage von news38.de mitteilt, wird dem Beschuldigten Folgendes zur Last gelegt: gewerbsmäßiger Betrug, Urkundenfälschung und Fälschung beweiserheblicher Daten in insgesamt 49 Fällen.

Flüchtlingshelfer soll Daten von Asylbewerben missbraucht haben

Im Januar 2015 habe der Beschuldigte versucht, bei den Firmen Congstar und Telekom Handys, I-Pads und Router zu erlangen, um diese gewinnbringend weiterzuverkaufen. Dazu habe er Daten von Unbeteiligten missbraucht. Auch andere Tatbeteiligte seien eingeweiht gewesen.

Außerdem habe der Täter sich im November 2016 mit einem bislang unbekannten Mittäter dazu entschlossen, im Internet über Ebay-Kleinanzeigen nicht vorhandene Waren unter gehackten Accounts seriöser Verkäufer zu verkaufen. Der Beschuldigte habe versucht, bei verschiedenen Banken Girokonten einzurichten, um das Geld der Verkäufe dorthin überweisen zu lassen.

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Der Flüchtlingshelfer bestellte von Wolfenbüttel aus

Auch habe der Beschuldigte zwischen Januar 2015 und April 2017 von Wolfenbüttel aus Bahntickets gekauft, um sie für sich, seine Familie und die Mittäter zu nutzen. Bestellt habe der Mann auch hier wieder über gehackte oder selbst eröffnete Konten. Dazu habe er Echtnamen und Tarnnamen verwendet.

Um all diese Taten auszuführen, habe der Beschuldigte Daten von ihm bekannten, arglosen Asylbewerben genutzt und diese teilweise auch um Mithilfe gebeten. So sollten sie beispielsweise ein Paket in Empfang nehmen.

Der Fall soll vor dem Amtsgericht Wolfenbüttel verhandelt werden. (abr)