Wolfenbüttel 

Tragisches Unglück in Heere: Zwei Jungs im Teich ertrunken – Onkel mit rührender Bitte

In Heere sind am Dienstagabend zwei Jungen ums Leben gekommen.
In Heere sind am Dienstagabend zwei Jungen ums Leben gekommen.
Foto: Christophe Gateau
  • Mai 2019: Zwei Cousins ertrinken im Teich
  • Polizei geht von einem tragischen Unfall aus
  • Onkel hat jetzt eine Bitte an Mitbürger

Heere. Die Gemeinde Heere stand am 21. Mai dieses Jahres still. Zeugen entdeckten in einem Gartenteich zwei leblose Kinderkörper, die an dem Abend schon als vermisst galten. Die beiden Jungs starben trotz mehrerer Wiederbelebungsversuche noch an der Unfallstelle.

Bei den Verstorbenen handelte es sich um zwei Cousins (vier und sieben Jahre alt), die an diesem Tag zum Spielen verabredet waren. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Salzgitter gehen von einem tragischen Unfall in Heere aus.

Heere: Onkel bittet nach Tragödie um Mithilfe

Jetzt - einige Monate nach dem tragischen Unglück - meldet sich der Onkel der beiden mit einer emotionalen Bitte an die Menschen im Kreis Wolfenbüttel und darüber hinaus zu Wort.

„Es ist alles schlimm genug“

Auf einer Spendenseite bittet der Onkel der beiden verunglückten Cousins nun um die Mithilfe. „Ich bitte euch alle, unterstützt die Familien mit mir zusammen, damit sie sich diese Sorgen nicht mehr machen müssen. Es ist alles schlimm genug“, schreibt er.

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Es gehe ihm vor allem darum, Kosten für die Grabsteine decken zu können. Damit die Familien „sich auf ihre Trauer konzentrieren können“. Außerdem wolle er einen Teil der Spenden an die Freiwillige Feuerwehr Heere abgeben, da diese am Abend der Tragödie hervorragende Arbeit geleistet habe. Stundenlang wären sie an der Unfallstelle im Einsatz gewesen und hätten sich um die Bergung sowie Rettung gekümmert.

Ingesamt will der Onkel 8.000 Euro zusammen bekommen. Nebst der Spendenaktion im Internet wolle der Onkel auch am kommenden Samstag, 31. August, in der Innenstadt von Salzgitter-Lebenstedt Spenden sammeln, das berichtet die Oma.

„Die Eltern haben gehofft und gekämpft“

Die beiden Mamas hatten ihre Söhne gesucht und gegen 21.30 Uhr vermisst gemeldet. Sie fanden sie wenig später in einem benachbarten Gartenteich - leblos. Die Beamten haben Seite an Seite mit den Eltern versucht, die Jungs wieder zu beleben, doch den Kampf nach zwei Stunden verloren. „Die Eltern haben gehofft und gekämpft“, erinnert sich der Onkel.

Notfallseelsorger waren vor Ort

Notfallseelsorger mussten die Helfer vor Ort intensiv betreuen. Einige fingen nur noch an zu weinen und waren tief ergriffen von dem schrecklichen Anblick. Die Familie sei seitdem in psychologischer Behandlung.

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Tragisches Unglück in Heere

Staatsanwaltschaft fordert Obduktion

Die Staatsanwaltschaft Salzgitter hatte nach der Tragödie eine Obduktion gefordert, um jegliches Fremdverschulden auszuschließen. Erst Ende Mai sprachen die Ermittler in dem Bericht dann von einem Unglück. (el und abr)