Wolfenbüttel 

Wolfenbüttel: Frau geht spazieren und entdeckt DAS – jetzt ist sie stinksauer

Eine Frau ist in Fümmelse in Wolfenbüttel spazierengegangen und hat DAS entdeckt. Jetzt ist sie stinksauer.
Eine Frau ist in Fümmelse in Wolfenbüttel spazierengegangen und hat DAS entdeckt. Jetzt ist sie stinksauer.
Foto: imago/dpa/Collage

Fümmelse. „Ist das Hundehalter-Logik?!“ fragt eine Frau wütend. Im Anhang der Nachricht, die sie an news38.de geschickt hat, befinden sich zwei Fotos. Aufgenommen in Fümmelse im Kreis Wolfenbüttel. Und diese Bilder, beziehungsweise das, was sie zeigen, macht sie wütend.

Denn auf den Bildern, die offenbar an einem Straßenrand in dem Ortsteil von Wolfenbüttel aufgenommen wurden, sind zahlreiche schwarze Beutel zu sehen – so genannte Hundekotbeutel.

Wolfenbüttel: Hat die Stadt ein Hundekotbeutel-Problem?

Sie wurden einfach – inklusive Inhalt – am Straßenrand entsorgt. Und die Rede ist hier nicht nur von einem, sondern von Dutzenden.

Da stellt sich doch die Frage: Wieso sammeln Hundebesitzer erst den Kot mit einem Beutel ein, um ihn am Ende doch nicht in die Mülltonne, sondern an den Wegesrand zu werfen? Zumal die meisten Kotbeutel aus Plastik sind.

An den Mülleimern in Wolfenbüttel liegt es jedenfalls nicht, das betont auch Thorsten Raedlein, Pressesprecher der Stadt. Denn davon hat die Stadt so einige.

Mülleimer-Situation in Wolfenbüttel:

  • Innenstadt: 174 Müllkörbe
  • Stadtgebiet: 532 Müllkörbe
  • Ortsteil: 250 Müllkörbe

Von Montag bis Samstag würden viele Bereiche der Stadt täglich gereinigt werden. Daran arbeiten laut Pressesprecher 15 Mitarbeiter der Städtischen Betriebe (SBW). Für die Straßenreinigung zahlt die Stadt nach eigenen Angaben etwa 1,3 Millionen Euro pro Jahr.

Hundesteuer ist keine Reinigungsgebühr

Allein die Mülleimer in der Innenstadt würden übrigens pro Woche 1218 Mal geleert werden. Platz für Müll in den Abfallbehältern sei demnach da. Dennoch würden die Stadt häufiger Klagen über die Müllsituation erreichen. Auch in den sozialen Netzwerken mache sich häufiger Unmut breit. Und der bezieht sich nicht nur auf Müll im Allgemeinen, sondern auch auf Hundekotbeutel im Speziellen.

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In Wolfenbüttel gibt es laut Thorsten Raedlein etwa 30 Hundestationen mit kostenlosen Tüten.

Außerdem könnten Hundebesitzer diese auch an der Info im Rathaus bekommen. „Das ist übrigens eine freiwillige Leistung der Stadt“, betont Raedlein. Kein Hundehalter habe aufgrund der gezahlten Hundesteuer Anspruch auf kostenlose Tüten.

Die Hundesteuer

  • öffentlich-rechtliche Abgabe
  • ihr stehen keine speziellen Leistungen gegenüber
  • Steuer muss bezahlt werden, damit die Zahl der in der Stadt lebenden Hunde kontrolliert werden kann

Hundekot liegenzulassen ist eine Ordnungswidrigkeit

Thorsten Raedlein kann nicht verstehen, warum dennoch immer wieder auch diese Tüten am Wegesrand statt im Mülleimer landen. Doch oftmals sei man machtlos. Es lasse sich nämlich kaum nachvollziehen, wer im einzelnen dafür verantwortlich ist. „Wer aber jemanden dabei beobachtet, dass er die Tüten achtlos wegwirft, kann uns das melden“, betont Raedlein.

Im Übrigen lohnt es sich weder, den Hundekotbeutel einfach so liegenzulassen, noch den Hundekot ohne Beutel auf der Straße zu lassen. Denn das gilt gemeinhin als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld bestraft werden. In Niedersachsen liegt der dafür vorgeschriebene Richtwert zwischen 50 bis 100 Euro. Den Kommunen wird es aber selbst überlassen, wie viel Geld sie letztendlich dafür kassieren.

Diese Bußgelder werden im Landkreis Wolfenbüttel fällig

Für den Kreis Wolfenbüttel gilt, dass jeder Fall zunächst geprüft wird. Dann wird laut Andree Wilhelm, Sprecher des Landkreises, eine Verwarnung ausgesprochen oder ein Bußgeld verhängt. Bei vorsätzlicher Handlung ist im Bußgeldkatalog ein Betrag von 50 bis 100 Euro vorgesehen, bei Fahrlässigkeit 25 bis 50 Euro.

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Andree Wilhelm betont aber gleichsam, dass Ordnungswidrigkeiten dieser Art dem Landkreis bislang nicht angezeigt worden – zumindest in Bezug auf Hundekot. „Eine Häufung von frei herumliegenden 'Häufchen' können wir daher daraus nicht ablesen“.

Grundsätzlich könne jeder Bürger in Wolfenbüttel und im Kreis Wolfenbüttel aber dazu beitragen, die Stadt etwas sauberer zu halten, indem er mit gutem Beispiel vorangeht und achtlos weggeworfenen Müll einfach zur nächsten Tonne bringt, betont Raedlein. Und Andree Wilhelm ergänzt: „Wir können nur an den gesunden Menschenverstand und an den Gemeinsinn appellieren.“