Wolfenbüttel 

Kreis Wolfenbüttel: Gruselclown unterwegs? „Ich dachte, ich bin in einem Horrorfilm!“

In Erkerode im Landkreis Wolfenbüttel soll angeblich ein Gruselclown unterwegs gewesen sein. (Symbolbild)
In Erkerode im Landkreis Wolfenbüttel soll angeblich ein Gruselclown unterwegs gewesen sein. (Symbolbild)
Foto: dpa

Erkerode. Im Landkreis Wolfenbüttel ist angeblich ein Gruselclown unterwegs gewesen – und das schon vor Halloween. Ein Mann will den Maskierten am Mittwochabend an einer Bushaltestelle in Erkerode gesehen haben.

Der Zeuge sagte news38.de, dass der als Gruselclown verkleidete Mann einen Gasbrenner dabei gehabt habe und versucht habe, Müll anzuzünden. Geredet habe er nicht – er habe nur „haha“ gesagt.

Mann wartet an Bushaltestelle im Kreis Wolfenbüttel

„Ich dachte, ich bin in einem Horrorfilm! Das ist doch nicht normal, dass so einer hier rumläuft“, so der Zeuge. Als er dem etwa 1,80 Meter großen Clown mit der Polizei gedroht habe und auf die Straße gegangen sei, sei der Täter über die Evessener Straße in Richtung Restaurant „Vintage“ geflüchtet.

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Die alarmierte Polizei konnte am Abend keinen Verdächtigen in der Gegend finden. „Unsere Absuche verlief negativ“, sagte ein Sprecher. Zwar nehmen die Beamten in Wolfenbüttel den Fall durchaus ernst, warnen aber gleichzeitig vor Panikmache.

Gruselclown in Erkerode? Opfer zieht Konsequenzen

Der Schock bei dem Zeugen sitzt aber offenbar noch tief. Er selbst werde jetzt lieber immer am helllichten Tag mit dem Bus nach Hause fahren, sagte er uns. Generell wünsche er sich von der Polizei mehr Kontrollen – auch, um Einbrüche zu verhindern.

So feiert die Welt Halloween:

Das Landeskriminalamt Niedersachsen veröffentlichte zu Halloween einige Hinweise, die sich vor allem Eltern durchlesen sollten. Halloween-Streiche könnten böse Folgen haben, so das LKA.

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Mehr von uns:

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In den letzten Jahren hatten weltweit sogenannte „Horrorclowns“ Angst und Schrecken verbreitet. Auch in Wolfsburg gab es Fälle.

Was tun im Falle einer Clown-Attacke?

Die Polizei appelliert im Ernstfall daran, bei einer Begegnung mit einem Horror-Clown besonnen zu handeln. Denn in den meisten Fällen handelt es sich schlicht um schlechte Scherze:

Versuche, dem Clown aus dem Weg zu gehen. Provozieren Sie den Clown nicht.

Wenn du verfolgt wirst, ruf sofort die Polizei.

Wenn du bedroht oder körperlich angegangen wirst, fordere Umstehende direkt zur Hilfe auf.

Erstatte auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei.

Für Augenzeugen ist es wichtig, sich Tätermerkmale, die Fluchtrichtung sowie weitere Details einzuprägen und sich später der Polizei als Zeuge zur Verfügung. Generell gelte, nicht Selbstjustiz zu üben oder zu versuchen, den Clown zu stellen. Dies ist Aufgabe der Polizei. (ck)