Wolfenbüttel 

Wolfenbüttel verlegt Markt wegen Corona – Bürgermeister genervt: „Wir müssen das unterbinden"

Wochenmärkte dürfen auch während der Corona-Krise weiterhin stattfinden. Die Stadt Wolfenbüttel hat den Markt extra auf den Schlossplatz verlegt. Doch eine Sache nervt den Bürgermeister noch gewaltig. (Symbolbild)
Wochenmärkte dürfen auch während der Corona-Krise weiterhin stattfinden. Die Stadt Wolfenbüttel hat den Markt extra auf den Schlossplatz verlegt. Doch eine Sache nervt den Bürgermeister noch gewaltig. (Symbolbild)
Foto: imago images/Emmanuele Contini

Es heißt weiter flexibel bleiben in Zeiten des Coronavirus. Auch das Einkaufen stellt die Menschen weiterhin vor Herausforderungen. Sowohl Kunden, Supermärkte als auch Städte müssen umdenken. So wird der Wochenmarkt beispielsweise zu einer logistischen Herausforderung. Das musste auch die Stadt Wolfenbüttel in den vergangenen Wochen beobachten.

Nun hatte Wolfenbüttel den Markt schon extra auf den Schlossplatz verlegt – weil die Stände dort mit genügend Abstand stehen können. Doch das reicht wohl nicht aus. Noch immer muss die Stadt dort Menschen beobachten, die sich nicht an die geltenden Regeln halten. „Wir müssen das leider unterbinden und verhindern, auch wenn es allen schwerfällt", sagt Bürgermeister Thomas Pink. Deshalb wird die Stadt künftig noch härter durchgreifen.

Wolfenbüttel verlegt Markt wegen Corona – doch einige Kunden sorgen für Ärger

Traditionell findet der Wochenmarkt in Wolfenbüttel eigentlich auf dem Stadtmarkt statt. Doch in Zeiten der Corona-Krise musste er auf den Schlossplatz umziehen. Dort könnten sowohl die Marktstände als auch die Kunden untereinander genügend Abstand halten.

Und dennoch: „Da quetschen sich noch Leute an einem vorbei, weil sie die Auslage begutachten wollen, da werden Hinweise der Händler und der Stadt ignoriert", beklagt Bürgermeister Pink. Zwar würden die Marktbeschicker sich vorbildlich verhalten, doch einige Kunden würden dem einen Strich durch die Rechnung machen.

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„Wenn dann aber der Brunnen oder die Bänke als Treffpunkt für einen gemütlichen Plausch in der Sonne genutzt werden, dann führt dies den Hintergrund der Maßnahmen ad absurdum“, betont Pink.

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Deshalb werde die Stadt ab kommendem Samstag die Zugangswege beschränken und mit Sicherheitspersonal die Einhaltung der Regeln überwachen. In der Hoffnung, dass die Menschen wachgerüttelt und verstehen würden, dass „die Lage weiterhin sehr ernst" ist – und sie sich eben deshalb an die Regeln halten müssen. Um sich und andere Menschen zu schützen.

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