Wolfenbüttel 

Wolfenbüttel streicht gelbe Säcke – Bürgermeister sauer: „Nicht bereit, weiterhin solche Entgleisungen hinzunehmen“

Am Rathaus von Wolfenbüttel gibt es keine gelben Säcke mehr. (Symbolbild)
Am Rathaus von Wolfenbüttel gibt es keine gelben Säcke mehr. (Symbolbild)

Wolfenbüttel. Wüste Beschimpfungen im Rathaus von Wolfenbüttel!

Weil die Mitarbeiter der Stadt immer wieder fiese Beleidigungen wegen der Herausgabe von gelben Säcken einstecken mussten, hat der Bürgermeister von Wolfenbüttel, Thomas Pink, jetzt drastisch reagiert. Auch gegen ihn hatte es bereits Drohungen gegeben.

Wolfenbüttel: Drohungen gegen Bürgermeister und weitere Mitarbeiter der Stadt

Als Konsequenz gibt die Stadt in Zukunft keine gelben Säcke mehr heraus. „Der Auftritt eines älteren Ehepaares am Mittwoch war bezeichnend und brachte für mich das Fass zum Überlaufen“, erklärt Bürgermeister Thomas Pink diese Entscheidung.

„Nachdem der Ehemann erst die Mitarbeiterin in der Telefonzentrale beschimpft hatte, drohte er auch noch lautstark ,ich werde dem Pink jetzt mal welche auf den Sack hauen‘. Ich bin nicht bereit, weiterhin solche Entgleisungen hinzunehmen“, sagt der Rathauschef, der in solchen Äußerungen eine deutliche Verrohung der Gesellschaft sieht.

Immer wieder verbale Angriffe gegen Rathausmitarbeiter

Bereits in der Vergangenheit hatte es regelmäßig verbale Angriffe und Gewaltandrohungen gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegeben, wenn gelbe Säcke nicht oder nicht in ausreichender Menge verfügbar waren.

----------------

Mehr Themen:

----------------

Die Ausgabe der gelben Säcke sei nicht die Aufgabe des Rathauses, sondern eine freiwillige Dienstleistung für den Landkreis. Um die Mitarbeiter vor weiteren Anfeindungen zu schützen, wolle man die Ausgabe in Zukunft einstellen.

Zuständig sei der Landkreis, der für diese Aufgabe in der Regel ein Entsorgungsunternehmen beauftragt. (vh)