Wolfenbüttel 

Wolfenbüttel: Junge Frau wird zur Retterin, danach muss sie Frust abladen: „Schämt ihr euch nicht?“

Symbolbild
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Foto: imago images / Sven Simon

Wolfenbüttel. Eine junge Frau aus Wolfenbüttel kann es einfach nicht fassen, was da passiert ist. Bei Facebook lässt sie ihren wütenden und bestürzten Gedanken freien Lauf.

In ihrem „Auskotzpost“, wie sie es nennt, geht es um einen Vorfall, der sich auf dem Kornmarkt in Wolfenbüttel ereignet hat. news38.de hat mit der Frau darüber gesprochen.

Wolfenbüttel: Ältere Dame stürzt – die Reaktionen machen nachdenklich

Am Donnerstagmorgen habe sie gesehen, wie eine ältere Dame auf dem Kornmarkt in Wolfenbüttel stürzte. Und sie sei erschrocken darüber, wie die anderen Passanten reagierten – nämlich gar nicht. Sie hätten sich teilnahmslos verhalten und nur mal kurz in Richtung der Dame am Boden geschaut.

Sie selbst habe sich zusammen mit einer Kiosk-Mitarbeiterin und einem jungen Mann um die gestürzte Dame gekümmert und einen Krankenwagen verständigt.

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„An alle anderen, die nur doof gegafft haben: Schämt ihr euch nicht? Es hätte auch eure Mutter, Oma, Schwester sein können die da gestürzt ist“, schreibt sie bei Facebook.

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Jeder könne einem gestürzten Menschen doch kurz helfen, den Rettungsdienst rufen und Erste Hilfe leisten. „Wie hättet ihr es in der Situation empfunden, wenn man einfach nur gafft?“

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Erste Hilfe leisten – das kannst du tun!

  1. Bei einem Unfall die Unglücksstelle absichern.
  2. Den Notruf unter 112 oder 110 wählen.
  3. Ständig die lebenswichtigen Funktionen des Verletzten kontrollieren.
  4. Im Fall der Fälle: Wiederbelebung starten / Blutungen stillen.
  5. Stabile Seitenlage.
  6. Die Person mit einer Rettungsdecke wärmen. Dabei auch auf Wärme von unten achten.
  7. Psychische Betreuung: Mit der betroffenen Person sprechen, ihr über den Kopf streichen. Auch Bewusstlose spüren diese Fürsorge.

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Im Gespräch mit news38.de sagt die frustrierte Ersthelferin aus Wolfenbüttel weiter: „Außerdem finde ich... Wenn schon erwachsene Menschen nicht helfen, wie sollen unsere Kinder denn lernen, dass es so wichtig ist zu helfen?“ (ck)