Wolfenbüttel 

Wolfenbüttel: Kleiderkammer entsetzt über Verhalten von manchen Spendern – „Fassungslos!“

Das DRK in Wolfenbüttel ist zunehmend frustriert. Denn was vor deren Tür der Ehrenamtlichen teilweise so abgeliefert wird, geht gar nicht! (Symbolbild)
Das DRK in Wolfenbüttel ist zunehmend frustriert. Denn was vor deren Tür der Ehrenamtlichen teilweise so abgeliefert wird, geht gar nicht! (Symbolbild)
Foto: imago images / brennweiteffm

Wolfenbüttel. Das Deutsche Rote Kreuz in Wolfenbüttel ist fassungslos und frustriert über das Verhalten mancher Menschen. Denn anstatt dem DRK in Wolfenbüttel zu helfen, machen manche "Spender" den Helfern das Leben schwer.

Warum? Weil die DRK-Kleiderkammer am Exer in Wolfenbüttel immer wieder mit Müll zugeschüttet wird.

Wolfenbüttel: Kleiderkammer wird als Mülldeponie missbraucht

Eigentlich freuen sich die Ehrenamtler in Wolfenbüttel ja über jede gutgemeinte Spende – nur waren in den letzten Wochen wieder mal viel Spenden eben nicht gutgemeint. Offenbar missbrauchen die Leute die Kleiderkammer als Mülldeponie.

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Anders ist das nicht zu erklären, was die Rotkreuzler so vor ihrer Tür finden, wenn sie morgens ihren Dienst antreten. „Die Leute werfen Säcke mit benutzter Kleintierstreu in unseren Altkleiderbehälter“, berichtet Joachim Korsch vom DRK Wolfenbüttel fassungslos.

Auch Recycling landet vor der DRK-Tür in Wolfenbüttel

Auch gefüllte gelbe Säcke, die eigentlich ins Recycling gehören, und sogar gefüllte Staubsaugerbeutel würden von unverschämten Leuten auf diese Weise entsorgt. „Hier stapeln sich manchmal kaputte Möbel, blaue Säcke mit Resten von Steinwolle sowie durchgelegene Matratzen.“

Auch würden immer wieder Umzugskartons mit Sachen abgestellt, die die Kleiderkammer nicht verwerten kann oder weitergeben darf. „Offenbar kann es nicht schaden, noch mal darauf hinzuweisen, dass sich der Abfall-Entsorgungsbetrieb in Linden befindet – und nicht an die Kleiderkammer.“ Er dokumentiert den Schrott in einem eigenen Fotoalbum.

Der Schrott bedeutet einerseits frag- und unwürdige Sortierarbeit. Andererseits kostet die Entsorgung des Mülls den DRK auch Geld. Jedes Jahr geht es um eine vierstellige Summe – Geld, was eigentlich woanders viel sinnvoller einzusetzen wäre.

„Aktuell wollen wir den Bereich noch nicht überwachen, aber wenn die Müllentsorgung vor der Kleiderkammer zunimmt, werden wir Überwachungskameras anbringen“, deutete Wolfenbüttels DRK-Chef Björn Försterling an.

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Das DRK hofft, dass durch das Klagen der Mitarbeiter die Wolfenbütteler jetzt nicht vom Spenden abgeschreckt werden. „Wir benötigen weiterhin Garderobe für Frauen, Männer und Kinder, außerdem Schuhe und Unterwäsche, gerne auch Bettwäsche und Handtücher.“ Federbetten hingegen seien für eine Spende ungeeignet.

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Zudem wünschen sich die Rotkreuzler aus Wolfenbüttel, dass gespendete Bekleidung verpackt wird, bevor sie in den Container geworfen wird. „Sonst fällt sie beim Öffnen des Containers raus – auf dem regennassen Platz wird sie dann verschmutzt und dadurch unbrauchbar.“

Wegen Corona: DRK-Kleiderkammer in Wolfenbüttel dicht

Du kannst normalerweise bei Fragen oder auch einfach so immer gern bei der DRK-Kleiderkammer am Exer vorbeischauen Sie hat montags von 15 bis 18 Uhr und mittwochs von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet – allerdings hat sich das DRK wegen der grassierenden Corona-Pandemie dazu entschlossen, die Kleiderkammer bis auf Weiteres zu schließen. (ck)