Wolfenbüttel 

Wolfenbüttel: „Querdenker“ sorgen für Stress – diese Aktionen kommen gar nicht gut an

Seit Ende Oktober gibt auch in der Innenstadt von Wolfenbüttel Maskenpflicht. Einigen Querdenker gefällt das offenbar nicht – das zeigten sie in den letzten Tagen immer wieder... (Symbolbild)
Seit Ende Oktober gibt auch in der Innenstadt von Wolfenbüttel Maskenpflicht. Einigen Querdenker gefällt das offenbar nicht – das zeigten sie in den letzten Tagen immer wieder... (Symbolbild)
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Wolfenbüttel. In Wolfenbüttel sorgen offenbar selbsternannte „Querdenker“ für Unmut.

Die Stadt Wolfenbüttel wirft ihnen vor, mehrere Schilder, die auf die geltende Maskenpflicht hinweisen, mit Plakaten überklebt und die Gefahr durch das Coronavirus damit verharmlost zu haben.

Wolfenbüttel: „Querdenker“ verbreiten wirre Botschaften

Der Ordnungsdienst der Stadt Wolfenbüttel habe die Plakate umgehend wieder entfernt, hieß es am Donnerstag. Vor einigen Bushaltestellen seien außerdem wirre Botschaften mit Kreide auf den Gehweg geschrieben worden.

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Corona-Pandemie: Steinbrügge wirbt für die Maske

Landrätin Christiana Steinbrügge stoßen diese Aktionen richtig übel auf. Jeder könne seinen Teil dazu beitragen, das Virus aufzuhalten, um sich und andere zu schützen – das Tragen einer Maske auf engem Raum sei nicht nur eine Pflicht, sondern auch Zeichen der Solidarität, sagte sie.

„Vermutlich trägt niemand die Maske wirklich gerne, aber sie gibt uns allen auch weiterhin die Möglichkeit, viele Dinge des alltäglichen Lebens zu nutzen. Geschlossene Läden als Alternative zur Maskenpflicht beispielsweise, möchte sicherlich niemand“, so Steinbrügge.

Pink: Coronavirus nicht unterschätzen

Bürgermeister Thomas Pink ist sich sicher, dass die große Mehrheit der Bürger Verständnis für die Maskenpflicht hat. Daher würden „die wirren Theorien der Querdenker-Bewegung“ in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel nicht Fuß fassen.

„Dass das Corona-Virus gefährlich ist und in vielen Fällen auch tödlich enden kann, zeigt die Lage rund um den Globus. In Wolfenbüttel sind wir bisher noch vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen, das heißt aber nicht, dass das Virus zu unterschätzen ist“, so Pink weiter.

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Von Stadt und Landkreis heißt es, dass man die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie offen in den ihnen verfügbaren Kanälen kommuniziere und erkläre. Ein Dialog könne aber nur stattfinden, wenn die Bürger dazu auch bereit sind.

Bei den selbsternannten „Querdenkern“ sei dies leider oft nicht der Fall, da wissenschaftliche Erkenntnisse nicht anerkannt sowie andere Meinungen und Erklärungen nicht zugelassen werden.

Maskenpflicht in Wolfenbüttel seit Ende Oktober

Hintergrund: Seit Ende Oktober muss in der Fußgängerzone von Wolfenbüttel eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, da der maßgebliche Sieben-Tage-Inzidenzwert von 50 überschritten wurde. Am Donnerstag lag er bei 79,4.

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Aus dem Rathaus hieß es, dass der Großteil der Passanten in der Innenstadt die Maskenpflicht auch beachte, nur ein kleiner Teil müsse von Polizei und Ordnungsdiensten daran erinnert werden und setze die Maske dann auch sofort auf. Nur wenige widersetzen sich demnach der Maskenpflicht – hier werden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. (red)