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VW-Chef mit verbalem Ausrutscher: "Ebit macht frei" - Diess entschuldigt sich

VW-Chef Herbert Diess hat sich für seinen verbalen Fauxpas entschuldigt (Archivbild).
VW-Chef Herbert Diess hat sich für seinen verbalen Fauxpas entschuldigt (Archivbild).
Foto: Peter Steffen/dpa

Wolfsburg. VW-Chef Herbert Diess rudert zurück. Der Volkswagen-Boss hat sich am Mittwoch wegen einer sehr umstrittenen Äußerung entschuldigt, wie das "Manager Magazin" schreibt.

VW-Chef Diess: "Ebit macht frei"

Diess hatte demnach am Dienstag in einer internen Konferenz vor Mitarbeitern in Wolfsburg den Satz "Ebit macht frei" benutzt - zweifach, wie Teilnehmer berichteten.

Mit "Ebit" meinte Diess eine Gewinngröße (earnings before interest and taxes - Gewinn vor Steuern und Zinsen). Darauf habe sich seine Aussage bezogen, sagte Diess später.

Empörung in Wolfsburg

Die Zuhörer fühlten sich aber an den Satz "Arbeit macht frei" erinnert, welcher über den Eingangstoren mehrerer nationalsozialistischer Konzentrationslager stand - unter anderem in Auschwitz-Birkenau.

Aus Teilnehmerkreisen hieß es laut "Manager Magazin", dass Diess mit dem Satz sicher nicht bewusst habe provozieren wollen, so etwas aber dennoch nicht passieren dürfe.

Diess entschuldigt sich

Inzwischen hat sich der VW-Chef entschuldigt. Er habe die Aussage keinesfalls in einen falschen Zusammenhang setzen wollen. "Falls ich damit unbeabsichtigt Gefühle verletzt haben sollte, tut mir das außerordentlich leid. Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen", so Diess.

VW-Konzern mit dunkler Vorgeschichte

Ein VW-Sprecher verwies darauf, dass der Konzern auch aus der eigenen Historie heraus seit Jahrzehnten Erinnerungsarbeit rund um die Diktatur der Nationalsozialisten leiste.

Der Konzern wurde 1937 von den Nazis unter anderem mit enteignetem Gewerkschaftsvermögen gegründet. Auf dem Werksgelände wurden auch Zwangsarbeiter eingesetzt. (ck mit dpa)