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VW Financial Services: Auch bei der Finanzsparte in Braunschweig sollen Jobs wegfallen

Der Sitz des VW-Finanzdienstleisters Volkswagen Financial Services in Braunschweig.
Der Sitz des VW-Finanzdienstleisters Volkswagen Financial Services in Braunschweig.
Foto: imago/Rust

Braunschweig/Frankfurt Main. Die Volkswagen-Finanzsparte VW Financial Services will in den kommenden Jahren auch beim Personal in Deutschland sparen. Das Potenzial für wegfallende Stellen betrage bis 2025 rund 800 von 6.200 Stellen, sagte Sparten-Personalchefin Christiane Hesse am Montag in Frankfurt.

Darin seien Altersteilzeit, Fluktuation und normale Abgänge in den Ruhestand enthalten.

Die VW-Finanzdienstleistungen wollen durch ihren Sparkurs ab 2025 vor allem auch durch Digitalisierung von Vertragsabschlüssen bei Leasing und Versicherung 850 Millionen Euro jährlich gegenüber 2017 einsparen. So sollen die anteiligen Kosten für Verwaltung und Vertrieb sinken.

Niemand muss Angst um seinen Arbeitsplatz haben

Wie Stefan Voges, Pressesprecher von Volkswagen Financial Services gegenüber news38.de erklärte, sei der Stellenabbau das Resultat des Effizienzprogramms, das 2018 aufgelegt wurde. "Durch die Digitalisierung unseres Geschäftes sowie aus Produktivitätssteigerungen entfallen bis 2025 ca. 800 Stellen. Diese Stellen werden nicht 1:1 neu besetzt. Sie können durch Fluktuation, Eintritte in den Ruhestand, Übergänge in die Altersteilzeit kompensiert werden", so Voges.

Und weiter: "Selbstverständlich gilt auch bei uns, dass betriebsbedingte Kündigungen bis 2025 ausgeschlossen sind. Es muss also niemand um seinen Arbeitsplatz bangen. Um die notwendigen internen Personalbewegungen gut zu managen, wurde eine Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat abgeschlossen, die den Versetzungsprozess regelt. Darüber hinaus wurde bereits das Bildungsbudget erhöht, um die begleitenden Qualifizierungsmaßnahmen durchführen zu können."

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Die Arbeitsplätze sollen verteilt über alle Bereiche des Unternehmens einespart werden. "Der Löwenanteil findet in Braunschweig statt", so erklärt Voges. Stellen in Filialen seien von diesen Maßnahmen aber nicht betroffen.

Um den Wegfall der Arbeitskraft aufzufangen, werde derzeit das gesamte Geschäftsmodell der Volkswagen Finanzdienstleister digitalisiert. "Durch damit einhergehende IT-Standardisierungen und Produktivitätssteigerungen ergeben sich diverse Synergieeffekte", erklärt der Pressesprecher.

Mit den bis zu 7.000 Stellen, die bei Volkswagen eingespart werden sollen, haben diese Maßnahmen übrigens nichts zu tun.

Im laufenden Jahr erwartet das Unternehmen, das mit Leasing- und Versicherungsangeboten vor allem den Absatz des Volkswagen-Konzerns unterstützen soll, Geschäfte etwa wie im Vorjahr. Im vergangenen Jahr hatte die VW-Sparte das operative Ergebnis um 6,2 Prozent auf 2,61 Milliarden Euro gesteigert.

Der Vertragsbestand kletterte um 5,5 Prozent auf 20,3 Millionen Stück. (dpa)