VW 

VW-Nutzfahrzeuge setzen auf Mobilitätsdienste - aber was ist mit der Belegschaft?

Die Sparte der leichten Nutzfahrzeuge bei Volkswagen ist im Umbruch: VW will künftig auch am Standort Hannover E-Autos bauen, Tausende von Stellen sollen wegfallen und ab 2022 soll in der globalen Allianz mit Ford die Entwicklung von Transportern und mittelgroßen Pick-ups beginnen.
Die Sparte der leichten Nutzfahrzeuge bei Volkswagen ist im Umbruch: VW will künftig auch am Standort Hannover E-Autos bauen, Tausende von Stellen sollen wegfallen und ab 2022 soll in der globalen Allianz mit Ford die Entwicklung von Transportern und mittelgroßen Pick-ups beginnen.
Foto: Christophe Gateau/dpa

Hannover/Wolfsburg. Die Volkswagen-Sparte für leichte Nutzfahrzeuge will sich mit Milliarden-Investitionen vom reinen Autobauer zum Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen wandeln.

Allein im laufenden Jahr sollten 1,8 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Mobilitätsdienste, den Umbau der VW-Werke und neue Produkte fließen, sagte Markenchef Thomas Sedran am Donnerstag in Hannover. Klar ist: Tausende von Stellen sollen durch den Umbruch wegfallen. Die Dimension ist aber noch offen.

VW bündelt Entwicklung in Hannover

Die konzernweite Entwicklung für das autonome Fahren werde in Hannover gebündelt, für die geplante Allianz mit Ford bei den leichten Nutzfahrzeugen seien erste Verträge geschlossen - darunter für den Nachfolger des Pickups Amarok.

"Mit unserer neuen Strategie verfolgen wir einen klaren Plan und erhöhen das Tempo deutlich", betonte Sedran.

VW Nutzfahrzeuge verpassen neuen Rekord

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verbuchte die Sparte den Angaben zufolge das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte: Der Umsatz lag mit 11,9 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, das operative Ergebnis gab allerdings von 853 Millionen Euro ein Jahr zuvor auf 780 Millionen nach.

Das begründete die Marke etwa mit den Schwierigkeiten mit dem neuen Abgas-Prüfstandard WLTP. Der Absatz stieg auf rund 500.000 Fahrzeuge. (dpa/ck)