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VW: Düstere Prognose – darum sind tausende Stellen in der Produktion bedroht

Elektomobilität bei VW könnte nicht nur Stellen in der Verwaltung, sondern auch in der Produktion kosten.
Elektomobilität bei VW könnte nicht nur Stellen in der Verwaltung, sondern auch in der Produktion kosten.
Foto: Christophe Gateau/dpa

Wolfsburg. Für die Angestellten von VW dürfte diese Meldung wahrlich keine Neuheit mehr sein: Bis zu 7000 Stellen will der Autokonzern bis 2023 streichen. Der Hauptgrund: Die Umstellung auf Elektroautos, für die VW mehr Geld benötigt.

Durch die Streichmaßnahmen will VW bis zu 5,9 Milliarden Euro jährlich einsparen. Bisher galt, dass vor allem in der Verwaltung Jobs abgebaut werden sollen. Elektromobiltät könnte aber auch Stellen in der Produktion kosten, zeichnet ein Bericht der „Wirtschaftswoche“ düstere Aussichten.

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VW: Das Elektroauto könnte Stellen in der Produktion kosten

Denn das Fließband der Zukunft heißt „fahrerloses Transportsystem“ (FTS). In einer Pilothalle fahren die Roboter streng abgeschirmt von der Öffentlichkeit. Passieren am Fließband noch alle Autos alle Produktionsstellen, steuert das FTS gezielt Stationen an, die für bestimmte Autos nötig sind.

Zusätzlich werden neue, vereinfachte Elektronikplattformen in Elektromodellen wie dem ID3 verbaut. Das Magazin zitiert einen VW-Elektronikchef, der sagt: „Bislang gibt es bis zu 100 Steuergeräte, kleine Computer in einem Auto. Die neue Plattform hat nur noch drei bis fünf zentrale Rechner.“ Hier kann also enorm gespart werden.

Genauso wie am Motor: Besteht ein herkömmlicher aus 1200 Teilen, kommt ein Elektromotor mit 200 Teilen aus. Die „Wirtschaftswoche“ schätzt, dass durch die verschiedenen Einsparungen bei den E-Modellen in den kommenden 15 bis 20 Jahren 30 Prozent der Stellen wegfallen könnten. Das wären beinahe 200.000 Jobs.

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