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VW und weitere Unternehmen spenden Millionen, um wichtiges Zeichen zu setzen

VW, Daimler, die Deutsche Bahn, die Deutsche Bank und Borussia Dortmund spenden je eine Millionen Euro für den Ausbau der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Israel.
VW, Daimler, die Deutsche Bahn, die Deutsche Bank und Borussia Dortmund spenden je eine Millionen Euro für den Ausbau der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Israel.
Foto: Raphael Knipping/dpa

Wolfsburg. VW, drei weitere deutsche Unternehmen und Borussia Dortmund setzten ein klares politisches Signal.

Mit einer Million Euro unterstützt VW den Ausbau der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel. Jeweils die gleiche Summe steuern Daimler, die Deutsche Bahn, die Deutsche Bank und der Bundesligist Borussia Dortmund für einen Erweiterungsbau in Jerusalem bei.

VW unterstützt Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

„Volkswagen versteht es als Ehre und Verpflichtung zugleich, einen Beitrag dazu zu leisten, diese Erinnerung für heutige und künftige Generationen wach zu halten“, sagte VW-Personalvorstand Gunnar Kilian gegenüber der „Wolfsburger-Allgemeine“.

Der Autobauer, durch Aldolf Hitler in der NS-Zeit gefördert, stellt sich gegen Rassismus und Antisemitismus.

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Auch Borussia Dortmund positioniert sich eindeutig

„Der BVB ist ein sehr politischer Verein„, erklärte Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung.

Gerade der Fußball könne im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus eine wichtige Rolle übernehmen: „Der Fußball bildet die Gesellschaft in seiner Gänze ab wie kaum etwas anderes. Es ist wichtig, dass es eine breite Masse erreicht“, betonte Watzke, der vier Tage vor dem Liga-Spitzenspiel des BVB bei Bayern München zur Vorstellung der Initiative am Dienstag in Berlin weilte.

„Wir müssen ein ganz klares Stoppschild der Gesellschaft senden. Deshalb war es einmal ganz wichtig für uns, ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen“, sagte Watzke.

„Kommende Generationen sollen wissen, welches Leid Menschen anderen Menschen antun können“

Die Gesamtsumme der Unterstützung, die auf eine Initiative des 1997 gegründeten Deutschen Freundeskreises Yad Vashem zurückgeht, beträgt fünf Millionen Euro. „Kommende Generationen sollen wissen, welches Leid Menschen anderen Menschen antun können“, betonten die insgesamt fünf Unternehmen.

„Die Vergangenheit beschämt uns bis heute“, sagte Ronald Pofalla, Vorstand der Deutschen Bahn AG.

„Es ist wichtig, sich nicht nur als Verein zu identifizieren, der Tore schießen und keine reinkriegen will“, unterstrich Watzke. 155 000 Mitglieder und zehn Millionen Fans seien auch Verpflichtung, gegen rassistische und antisemitistische Tendenzen zu arbeiten.

Yad Vashem: „Haus der Erinnerung“ entsteht

Mehr als eine Million Menschen besuchen jährlich Yad Vashem als weltweit größte Gedenkstätte an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Zur Erinnerung an die sechs Millionen während des Holocaust ermordeten Juden wird ein weiteres „Haus der Erinnerungen“ errichtet. Baubeginn für das rund 4200 Quadratmeter große Erinnerungszentrum soll im August diesen Jahres sein. (dpa/mb)