VW 

VW, BMW und Daimler – illegales Abgas-Kartell? So reagiert Volkswagen

Dunkle Wolken über VW
Dunkle Wolken über VW
Foto: dpa

Brüssel/Wolfsburg. Die Kartellvorwürfe werden konkreter: VW, BMW und Daimler haben nach Erkenntnissen der EU-Wettbewerbshüter illegale Absprachen zu Technologien der Abgasreinigung getroffen. Dies teilte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel auf Basis eines vorläufigen Ergebnisses der Ermittlungen mit.

VW prüft Kartellvorwürfe der EU-Kommission

Die Antwort aus Wolfsburg kam prompt: VW kündigte eine Prüfung der Beschwerde an. Erst nach Auswertung der Untersuchungsakte werde man sich äußern, hieß es.

Nach VW-Einschätzung erkennt die Kommission "grundsätzlich an, dass Kooperationen zwischen Herstellern zu technischen Fragen in der Automobilindustrie weltweit üblich sind".

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Schon im vergangenen Jahr habe die Behörde festgestellt, dass es keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür gebe, die Gespräche als wettbewerbswidriges Verhalten einzustufen.

Technische Fragen im "5er-Kreis" besprochen

Laut VW beschränkt sich das Verfahren auf die Kooperation der deutschen Hersteller BMW, Daimler, Volkswagen, Audi und Porsche zu technischen Fragen, die in sogenannten "5er-Kreisen" besprochen wurden.

Konkret werde geprüft, ob es Kartellverstöße bei der Entwicklung und Einführung von SCR-Systemen zur Diesel-Abgasreinigung und Ottopartikelfiltern gekommen sei. Preisabsprachen oder die Aufteilung von Märkten würden den Herstellern nicht vorgeworfen. Eine Verbindung zum Abgasskandal sehe die Behörde nicht. (dpa/ck)