VW 

Diesel-Skandal: Bosch muss zig Millionen Euro Bußgeld zahlen

Das Landgericht Stuttgart hat entschieden: Der Zulieferer Bosch muss bei der juristischen Aufarbeitung des VW-Diesel-Skandals mithelfen (Symbolbild).
Das Landgericht Stuttgart hat entschieden: Der Zulieferer Bosch muss bei der juristischen Aufarbeitung des VW-Diesel-Skandals mithelfen (Symbolbild).
Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Stuttgart. Auch der Autozulieferer Bosch muss im Zuge des VW-Dieselskandals ein Bußgeld zahlen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat dem Unternehmen eine Summe in Höhe von 90 Millionen Euro aufgebrummt. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Stuttgart mit.

Damit fällt die Zahlung deutlich niedriger aus als etwa bei Volkswagen und den Töchtern Audi und Porsche, die zusammen Bußgelder von mehr als zwei Milliarden Euro zahlen mussten. Die Summe setzt sich jeweils zusammen aus der Ahndung der Ordnungswidrigkeit (2 Millionen Euro) und einer Gewinnabschöpfung (88 Millionen Euro).

Vor allem letztere fiel bei den Autobauern deutlich höher aus.

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Bosch ist in den VW-Skandal verstrickt, weil der Zulieferer die entsprechende Motorsteuerung geliefert hat, mit deren Software Volkswagen Diesel manipulierte. Das führte laut Staatsanwaltschaft dazu, dass die jeweiligen Fahrzeuge mehr Stickoxide ausstießen als zulässig.

Die Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Initiative für Integration und Ausgestaltung jeweils von Mitarbeitern der Automobilhersteller ausging. Die Ermittlungen gegen Bosch-Mitarbeiter gehen aber dennoch weiter. (dpa)