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Arnold Schwarzenegger macht VW klare Ansage: "Eure Zeit ist bald abgelaufen"

Arnold Schwarzenegger hat VW heftig in die Mangel genommen.
Arnold Schwarzenegger hat VW heftig in die Mangel genommen.
Foto: dpa/Georg Hochmuth

Wolfsburg/Wien. Während VW in Wolfsburg nun auch im großen TV-Werbestil seine Elektroautos anpreist, ist der Konzern nun von niemand geringerem als Schauspieler und Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger in die Mangel genommen worden.

Arnold Schwarzenegger, der sich schon in seiner Zeit als Gouverneur von Kalifornien (2003-2011) für den Klimaschutz eingesetzt hatte, unterschied bei einer Klimakonferenz in Wien zwischen den Träumern, den Machern und den Zweiflern.

Arnold Schwarzenegger nimmt VW in die Mangel

Die Träumer und Macher müssten zusammenarbeiten und den Zweiflern beweisen, dass diese mit ihrer Haltung nur für weitere Probleme sorgten. Schwarzenegger setzt selbst seit Jahren auf Elektro-Autos.

Er könne es nicht verstehen, dass Autohersteller wie VW lieber betrügen würden, statt einen "Elektromotor zu entwickeln, der sich weltweit verkaufen würde wie warme Pfannkuchen“.

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Und weiter: "Eure Zeit ist bald abgelaufen“, rief Schwarzenegger denen zu, die aus seiner Sicht nur den Status quo bewahren wollten. "Ihr könnt den Fortschritt bremsen. (...) Aber wir Träumer und Macher weltweit werden Euch beweisen, dass ihr falsch liegt.“

VW selbst hat sich zu dieser Aussage bisher nicht geäußert.

Auch Greta Thunberg war als Rednerin zu Gast bei der Klimakonferenz

Veranstalter der Konferenz war die NGO "R20 - Regions of Climate Action“, die Schwarzenegger 2010 selbst gegründet hat. Die Veranstaltung soll vor allem Akteure vernetzen und eine Präsentationsplattform für regionale vorbildliche Beispiele im Klimaschutz sein.

Auf der zweitägigen Konferenz treffen sich 1200 Besucher, darunter viele Wissenschaftler, aus 30 Nationen. Auch die 16-jährige Greta Thunberg war als Rednerin eingeladen. Sie rief dazu auf, in allen Bereichen des Lebens umzudenken. "Einzelne, voneinander isolierte Lösungen sind nicht mehr genug - und das wissen Sie alle“, sagte sie am Dienstag bei einer Klimakonferenz in Wien.

Die Klimakrise sei in erster Linie ein Notfall, bei dem es nicht primär darum gehe, neue Jobs und Wirtschaftswachstum zu generieren. "Das ist die größte Krise, der die Menschheit jemals begegnet ist.“ (dpa/fb)