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Dieselskandal: VW verliert vor Gericht – Ex-Managerin hat gut lachen

Die frühere VW-Abteilungsleiterin ist eine der Beschuldigten im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Braunschweig (Symbolbild).
Die frühere VW-Abteilungsleiterin ist eine der Beschuldigten im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Braunschweig (Symbolbild).
Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Braunschweig/Wolfsburg. Volkswagen muss eine Niederlage hinnehmen. Nach dem Dieselskandal scheiterte VW am Arbeitsgericht Braunschweig mit der Kündigung und einer Schadensersatzforderung gegen eine beteiligte Managerin.

Im ersten in einer Reihe von Kündigungsschutz-Verfahren von entlassenen Führungskräften erklärte das Gericht am Donnerstag die Kündigung der Frau für unwirksam und wies Schadensersatzansprüche von VW ab.

Da die Wolfsburger der Frau erst 2018 gekündigt hätten - also drei Jahre nach Bekanntwerden ihrer Verwicklung in die Manipulationen - sei das Kündigungsrecht verwirkt gewesen.

Gericht: VW ist zu 100 Prozent selbst schuld

Den VW entstandenen Schaden durch den Dieselskandal müsse sich das Unternehmen wegen grob fahrlässiger Unkenntnis des seinerzeitigen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn zu 100 Prozent selber zuschreiben, urteilte das Gericht.

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Forderungen gegen die Ex-Managerin seien unbegründet. Die frühere Abteilungsleiterin ist eine der 39 Beschuldigten im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Geht Volkswagen in Berufung?

Ob Volkswagen gegen die Entscheidung beim Landesarbeitsgericht in Berufung geht, war zunächst nicht klar. Ob sich für den Autobauer aus der Entscheidung Schlüsse für die Kündigungsschutzklagen von sechs weiteren Managern ergeben, könne man erst nach Bewertung der schriftlichen Urteilsbegründung sagen, erklärte ein Sprecher. (dpa/ck)