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VW-Chef Diess findet Windräder schön – und zweifelt am Atomausstieg 

VW-Chef Herbert Diess (Archivbild).
VW-Chef Herbert Diess (Archivbild).
Foto: imago images / STPP

Wolfsburg. VW-Chef Herbert Diess hält den bis 2022 geplanten Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie für verfrüht.

"Ich würde erwägen, den Atomausstieg infrage zu stellen, ja, vor allem weil wir noch nicht über ausreichend regenerative Energiequellen verfügen", sagte der VW-Manager der Wochenzeitung "Die Zeit" in einem Doppelinterview mit Grünen-Politiker Cem Özdemir. Diess hatte sich schon früher kritisch zum Atomausstieg geäußert.

Diess: Kernkraft ist sicherer geworden

"Solar- und Windenergie haben ihre Grenzen, wenn Sie sich anschauen, wie viele Felder schon zugebaut sind. Ich persönlich finde Windräder schön, aber das sehen viele Leute anders, die daneben wohnen", fügte der VW-Chef hinzu. Die Kernkraft sei zudem sicherer geworden.

Özdemir hielt in dem Interview entgegen: "Ich halte Atomkraft für eine nicht beherrschbare Technologie. Das Kapitel ist abgeschlossen."

+++ VW-Chef Diess macht bemerkenswerte Ansage: Cem Özdemir reagiert skeptisch +++

Die Bundesregierung hatte den Atomausstieg nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan im Jahr 2011 beschlossen. Bis Ende 2022 sollen alle Atomkraftwerke im Land abgeschaltet werden. (dpa)