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VW: Briten verbannen Volkswagen-Werbung – aus diesem Grund

Guardian News
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Wolfsburg/London. Großbritannien macht ernst. Und VW guckt in die Röhre. Im vergangenen Juni hatten die Briten ein Gesetz beschlossen, das Gender-Stereotype aus Werbeblocks verbannen soll.

Werbeaufsicht verbietet Spot von VW

Und genau das setzen sie jetzt erstmals um – neben einem Spot der Marke Philadelphia hat die Werbeaufsicht (ASA) jetzt auch eine Werbung von VW verboten. Volkswagen wirbt darin für den e-Golf. Es soll darum gehen, dass Menschen fähig sind, sich an neue Gegebenheiten anzupassen.

ASA: VW zeigt altmodische und stereotype Sichtweisen

Konkret sind in dem VW-Spot vier Männer und zwei Frauen zu sehen: Ein Weitspringer mit Prothese, zwei Astronauten im All sowie ein Bergsteiger, der mit seiner Partnerin an einer Felswand übernachtet und sie behütet.

Die letzte Sequenz zeigt eine Frau, die neben einem Kinderwagen auf einer Bank sitzt und liest. Dazu erscheint der Satz „Wir können alles erreichen“. Für die ASA ist die Werbung von VW sexistisch – und damit ein No-Go.

Der britischen Werbeaufsicht zufolge zeigt VW in dem 30-Sekunden-Clip Bilder von starken Männern in außergewöhnlichen Umgebungen – und Bilder von Frauen in augenscheinlich passiven Fürsorgerollen. VW zeige und befördere damit „altmodische und stereotype Sichtweisen auf Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft“, heißt es.

Das sagt Volkswagen Großbritannien

Volkswagen Großbritannien sieht das ganz anders. Die Werbung sei nicht sexistisch, so VW. Eine Marketing-Sprecherin sagt, die Werbung zeige sowohl Männer als auch Frauen „in herausfordernden Situationen“.

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In dem anderen verbotenen Spot für Streichkäse der Marke Philadelphia werden laut ASA Männer als schlechte Kinderbetreuer dargestellt. Den Spot siehst du hier. (ck)