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VW: Volkswagen-Halle in Braunschweig soll wegen AfD-Treffen umbenannt werden

Die VW-Halle in Braunschweig heißt bald möglicherweise anders. Zumindest für kurze Zeit. (Symbolbild)
Die VW-Halle in Braunschweig heißt bald möglicherweise anders. Zumindest für kurze Zeit. (Symbolbild)
Foto: imago images / Schöning

Braunschweig. Die AfD will Ende November ihren Parteitag in der Volkswagen-Halle in Braunschweig abhalten.

Doch der Automobilhersteller, der Namenssponsor der Halle ist, will dann ein Zeichen setzen: Medienberichten zufolge will der VW-Betriebsrat auf Wunsch der Belegschaft, dass während des AfD-Parteitags der Namen der Halle unkenntlich gemacht wird.

VW: AfD-Parteitag in Volkswagen-Halle in Braunschweig sorgt für Aufruhr

Denkbar sei, der Halle für den Zeitraum einen anderen Namen zu geben und alle VW-Schriftzüge abzudecken. Ein Sprecher von VW sagte, man verurteile die völkisch-nationalen Positionen der AfD.

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Der Autohersteller Volkswagen sei nicht Eigentümer der Halle und auch nicht für deren Verwaltung zuständig.

Die von dem Konzern unabhängige Stadthallen-Betriebsgesellschaft müsse laut allen rechtsstaatlichen, nicht verbotenen Parteien Räumlichkeiten vermieten.

VW-Betriebsratschef äußerte sich zuvor schon kritisch

Erst vor Kurzem äußerte sich der VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh negativ über die AfD. Er gab an, dass die Umfragewerte der Partei in Sachsen, die auf 25 Prozent kletterten, ihn erschrecken würden.

„Zustimmung für Politiker mit menschenverachtenden Positionen geht mir echt gegen den Strich“, sagte er gegenüber der „Freien Presse“.

CDU Helmstedt meldet sich zu Wort

Am Mittwochabend mischte sich auch die CDU Helmstedt in die Debatte ein. Mit einem eindeutigen Votum habe der Kreisvorstand die Forderung der Belegschaft von Volkswagen unterstützt, dass der in Braunschweig geplante Bundesparteitag der AfD nicht mit Volkswagen in Verbindung gebracht werden darf.

Durch die Berichterstattung über den geplanten AfD-Bundesparteitag in der Volkswagen-Halle könnte bei vielen Menschen der Eindruck entstehen, dass Volkswagen mit dieser Veranstaltung oder gar der AfD irgendwie in Verbindung steht, so Alexander Börger, Kreisvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Helmstedt - also der CDU-Sozialausschüsse. „Das wollen sehr viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Volkswagen nicht und dies bereitet ihnen erhebliche Sorgen“,

Diskussion im Stadthallen-Aufsichtsrat

Auch aus dem Aufsichtsrat der Stadthallen-Betriebsgesellschaft kommen inzwischen unterdessen kritische Töne: „Dem Wunsch des Betriebsrates, sowie der Belegschaft, zum AfD-Parteitag den Schriftzug 'VW' nicht sichtbar werden zu lassen, möchte ich unterstützen“, teilte Aufsichtsratsmitglied Peter Rosenbaum am Donnerstag mit. (vh/red)