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VW vor Hammer-Klage: „Wir werden Volkswagen zeigen, dass sich Aussitzen und Leugnen nicht auszahlen“

Ronny Jahn (M) von der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und Christian Grotz (l), Rechtsanwalt des VZBV, stehen vor Beginn der mündlichen Verhandlung zur Musterfeststellungsklage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände gegen VW in der Stadthalle.
Ronny Jahn (M) von der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und Christian Grotz (l), Rechtsanwalt des VZBV, stehen vor Beginn der mündlichen Verhandlung zur Musterfeststellungsklage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände gegen VW in der Stadthalle.
Foto: dpa/Christian Dittrich

Braunschweig. Verbraucherschützer haben VW aufgefordert, sich im Musterfeststellungsprozess zum Dieselskandal seiner Verantwortung zu stellen. „Geschieht dies nicht, hätte das Unternehmen die letzte Chance verspielt, das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen“, sagte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller.

Die geschädigten Dieselfahrer hätten langen Atem bewiesen. „Gemeinsam werden wir Volkswagen zeigen, dass sich Aussitzen und Leugnen nicht auszahlen“, betonte Müller.

VW steht größte Klage im Diesel-Skandal bevor

Am (heutigen) Montag kommt in Braunschweig die wohl größte Klage im Dieselskandal gegen Volkswagen vor Gericht. Die Verbraucherzentralen und der ADAC haben stellvertretend für mehrere Hunderttausend Dieselfahrer geklagt.

Das Gericht soll entscheiden, ob Volkswagen die Verbraucher mit der Abgas-Manipulation vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt hat. Auf dieser Grundlage könnten die rund 470 000 Dieselfahrer, die sich angeschlossen haben, dann Schadenersatz erstreiten.

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Möglich ist, dass die Klage bis zum Bundesgerichtshof geht und daher erst in mehreren Jahren endgültig entschieden wird.

Prozess-Auftakt: Richter regt Einigung an

Zum Auftakt des Diesel-Musterverfahrens von Verbraucherschützern gegen Volkswagen hat das Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig eine Einigung zwischen den Streitparteien angeregt. „Ein Vergleich ist sehr schwer, aber möglich“, sagte der Vorsitzende Richter Michael Neef am Montag. Es sei jedoch nicht einfach, einen möglichen Schadenersatz-Betrag für betroffene Dieselkunden festzulegen. (dpa)