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VW plant Werk in der Türkei – jetzt hagelt es scharfe Kritik

Ein geplantes VW-Werk in der Türkei soll laut Manfred Weber gegen die EU-Wettbewerbsregeln verstoßen. (Symbolbild)
Ein geplantes VW-Werk in der Türkei soll laut Manfred Weber gegen die EU-Wettbewerbsregeln verstoßen. (Symbolbild)
Foto: dpa

Wolfsburg. Die Türkei sorgt durch ihre eingeschränkte Pressefreiheit immer wieder für Aufsehen. Trotz der unsicheren Lage in dem Land hat VW Pläne, dort ein neues Werk zu bauen.

VW will in der osttürkischen Stadt Izmir ein Werk bauen, um von dort aus Passat- und Superb-Modelle für den osteuropäischen Markt zu produzieren.

Da die Türkei sich allerdings nicht an die EU-Wettbewerbsregeln halte, hat sich der Fraktionschef der Europäischen Volksparteien im Europaparlament, Manfred Weber, gegen die Pläne von VW ausgesprochen.

VW: Wettbewerbs- und Beihilferegeln müsse für alle gelten

Weber sagt: „VW trägt auch eine gesellschaftliche Verantwortung, und gerade angesichts der Einschränkungen der Pressefreiheit muss man sich fragen, ob ein Investment in der Türkei jetzt richtig ist.“

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Und da die Türkei Beihilfen für VW möglich mache, während die EU-Mitgliedsstaaten an „strenge Wettbewerbs- und Beihilferegeln gebunden sind“, fordert Weber ein Einschreiten der EU-Kommission. Der CSU-Politiker verlangt somit von EU-Wettbewerbskommissarin, Margrethe Vestager, eine Prüfung, ob die Türkei mit ihren Beihilfen gegen europäisches Recht verstoße. Das berichtet Spiegel Online.

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Andere EU-Länder erhielten nur begrenzt Fördermittel

Auch das EU-Land Bulgarien hatte sich um den Bau des VW-Werkes in seinem Land beworben, war jedoch bei der Zusage von Fördermitteln durch europäische Vorschriften beschränkt. Und so muss eigentlich auch die Türkei die bestehenden EU-Wettbewerbsregeln einhalten, da sie zusammen mit der EU in einer Zollunion ist.

VW sagt dagegen, dass die Türkei die Wahl nach eine Standort im Vergleich mit vielen anderen Standorten klar für sich entscheiden konnte. (nk)