VW 

„heute show“ kritisiert VW scharf und zeigt peinlichen ZDF-Fauxpas

Die heute-show und Oliver Welke nahmen sich in der aktuellen Ausgabe VW zur Brust.
Die heute-show und Oliver Welke nahmen sich in der aktuellen Ausgabe VW zur Brust.
Foto: Screenshot ZDF heute-show

Die „heute-show“ (ZDF) hat sich VW vorgeknöpft - und so viel vorweg: Die Sendung ließ am Wolfsburger Autokonzern kein gutes Haar.

Ausgangspunkt der satirischen Kritik ist, wie soll es anders sein, der Diesel-Abgasskandal. Dabei verweist die „heute-show“ ebenfalls auf einen unangenehmen Fehler, der dem ZDF in der Berichterstattung unterlaufen ist.

heute-show zeigt peinliche Panne im ZDF

Seit dieser Woche verhandelt das Oberlandesgericht in Braunschweig, ob Volkswagen die Verbraucher vorsätzlich geschädigt hat. Auf dieser Grundlage könnten die rund 470 000 Dieselfahrer, die sich angeschlossen haben, dann Schadenersatz erstreiten (hier mehr dazu).

„Im Erfolgsfall müsste jeder nochmal selbst klagen“, erklärt heute-show-Moderator Oliver Welke. Bevor er zum Rundumschlag ausholt, zeigt er eine kuriose Szene, die sich am Montag im ZDF ereignet hat. Dort wird ein Beitrag zum Prozessauftakt wie folgt anmoderiert: „Die Andrang zum Auftakt des Mammut-Prozesses ist enorm.“ Darauf beginnt der Beitrag mit den Worten: „Der Andrang vor der Stadthalle Braunschweig hält sich in Grenzen.“

Sehr verwirrend, findet auch Oliver Welke und kommentiert: „Fassen wir zusammen: Es war brechend voll, in der fast leeren Stadthalle.“

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Das ist Oliver Welke:

  • In Bielefeld geboren (*1966)
  • hat drei Söhne mit seiner Frau
  • Einer der Gründer des ersten Gummistiefelweitwurf-Vereins: Gib Gummi 03 Berlin

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Oliver Welke aufgebracht: „Was wollen die eigentlich verhandeln?“

Vielmehr steht für den Morderator allerdings die Frage im Mittelpunkt: „Was wollen die eigentlich verhandeln?“ Denn ob VW die Software vorsätzlich in vielen Autos verbaut habe, sei keine Frage. Laut Oliver Welke sei dies „natürlich vorsätzlich“. Denn durch Zufall könne die Software ja nicht programmiert und anschließend in tausenden Autos installiert worden sein.

In den USA sei schon längst entschieden worden, dass VW „fette Strafen“ zahlen müsse. Auch in Australien habe man sich auf einen Vergleich geeinigt, meint der 53-Jährige und setzt fort: „Nur wir Deutschen sollen – wahrscheinlich aus Patriotismus – leer ausgehen.“

VW hoffe nun, dass das Verfahren möglichst lange dauere. „Weil die Nutzungszeit der Fahrzeuge vom Schadensersatz abgezogen wird“, erklärt Welke.

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30.000 Euro und ein Cheeseburger als Entschädigung?

Doch Welke hat eine viel bessere Idee, was fair wäre: An einem Drive-In-Schalter sollten sich alle 470 000 Kläger mit ihrem VW einreihen. Als Entschädigung bekommt jeder von ihnen 30.000 Euro plus einen Cheeseburger. Doch damit nicht genug: Ein VW-Vorstand entschuldigt sich und muss zusätzlich die Fensterscheiben putzen.

So einfach wird es zwar nicht, aber ein Vergleich ist weiterhin nicht ausgeschlossen. Ein Vergleich ist sehr schwer, aber möglich“, sagte der Vorsitzende Richter Michael Neef am Montag. Es sei jedoch nicht einfach, einen möglichen Schadenersatz-Betrag für betroffene Dieselkunden festzulegen.

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Den Ausschnitt aus der „heute-show“ kannst du dir hier anschauen:

heute-show knüpft sich VW vor

(mb/dpa)