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VW: Neues Werk in der Türkei? Jetzt baggert Bulgarien – und lockt mit Geld

Bei VW in Wolfsburg ist man sich nicht mehr sicher, ob ein neues Werk in der Türkei eine gute Idee wäre. Und schon mischt Bulgarien wieder mit.
Bei VW in Wolfsburg ist man sich nicht mehr sicher, ob ein neues Werk in der Türkei eine gute Idee wäre. Und schon mischt Bulgarien wieder mit.
Foto: imago images / regios24

Sofia/Wolfsburg. Im Wettstreit mit der Türkei um den Standort eines neuen VW-Werkes erwägt Bulgarien, sein Angebot noch einmal aufzustocken.

„Sollte es eine Möglichkeit nach der europäischen Gesetzgebung geben, könnten wir unser finanzielles Angebot überdenken und überprüfen“, sagte der Chef der staatlichen Agentur für Investitionen (AI), Stamen Janew, am Mittwoch dem Staatsradio.

VW verschiebt Türkei-Pläne - Bulgarien bringt sich in Stellung

Die Regierung in Sofia halte sich strikt an die Regeln der Europäischen Union. Zuvor hatte Volkswagen wegen der Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien den Beschluss für ein neues Werk aufgeschoben.

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Der frühere bulgarische Staatschef Rossen Plewneliew sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, man habe „einen Weg gefunden, VW statt 135 Millionen Euro 250 bis 260 Millionen Euro anzubieten.“

Der einstige Unternehmer ist inzwischen Ehrenvorsitzender eines nationalen Verbands in der Autobranche, des so genannten Automobilclusters. Volkswagen wollte die Aussagen nicht kommentieren.

Bulgarien könnte die Zusammenarbeit mit Volkswagen um weitere Bereiche erweitern, sagte Plewneliew außerdem dem Staatsrundfunk in Sofia.

Bulgarien will Infrastruktur für Elektroautos aufbauen

Das südosteuropäische Land wolle etwa eine Infrastruktur für Elektroautos aufbauen. „Zudem haben wir Ideen darüber, wie wir mit zusätzlichen Infrastruktur- und Ausbildungsmaßnahmen Volkswagen unterstützen könnten.“

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Nach der Gründung einer VW-Tochter in der Türkei hatte Pleweneliew Ankara vorgeworfen, bei den angebotenen Subventionen „sich in keiner Weise“ an die Regeln des gemeinsamen Marktes zu halten.

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Volkswagen hatte eine Entscheidung zum Bau eines Mehrmarkenwerkes für Osteuropa schon vor längerer Zeit getroffen. (dpa/ck)