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VW: Kinderarbeit für neue Autos? So dubios reagiert der Konzern

VW: Kinderarbeit für neue Autos? So dubios reagiert der Konzern. (Symbolbild)
VW: Kinderarbeit für neue Autos? So dubios reagiert der Konzern. (Symbolbild)
Foto: Volkswagen AG

Wolfsburg. Mehrere Konzerne stehen in der Kritik, dass ihre Produkte durch Kinderarbeit gefertigt werden. Darunter Firmen wie Apple, Tesla und auch VW.

Denn in vielen technischen Produkten ist der Rohstoff Kobalt verarbeitet, der in Minen im Kongo zumeist von Kindern geschürft wird. Nun hat VW eingeräumt, dass der Rohstoff in den Autos enthalten sein könnte.

VW räumt ein, dass Kobalt in den Autos verarbeitet wird

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat sich empört über Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit in privaten Kobalt-Minen im Kongo geäußert. Es sei ein Skandal, dass im Kongo Menschen ihr Leben aufs Spiel setzten, um einen günstigen Kobalt-Preis zu gewährleisten, sagte Müller der „Bild“-Zeitung.

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„Uns muss auch in Deutschland bewusst sein: Jedes Jahr ein neues Handy, immer schneller, immer billiger, bedeutet Ausbeutung von Mensch und Natur in anderen Teilen der Welt.“

Das weltweit abgebaute Kobalt kommt dem Bericht zufolge zu 60 Prozent aus der Demokratischen Republik Kongo. Ein Fünftel des Minerals stamme aus dem privaten Kleinstbergbau, in dem auch Kinder arbeiten.

Steigender Bedarf an Handys, Elektroautos und erneuerbarer Energien ist schuld

Die Nachfrage wächst durch den steigenden Bedarf an effizienten Energiespeichern in Elektroautos, Smartphones und für erneuerbare Energien.

Der VW-Konzern räumte ein, dass Kobalt aus dem Kleinstbergbau im Kongo in seinen Autos enthalten sein könnte.

Ein Sprecher von BMW erklärte der Zeitung, das Unternehmen könne Menschenrechtsverletzungen beim Kobalt-Abbau nicht vollständig ausschließen.

Samsung sagte: „Wir geben unseren Lieferanten klare Richtlinien vor und sensibilisieren sie für Weiterbildungsangebote für den verantwortungsbewussten Umgang bei der Beschaffung von Mineralien.“

Amnesty International weist auf 40.000 Kinder in den Minen hin

Und Apple sagt, man wolle an die Spitze des verantwortungsvollen Abbaus.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International weist bereits seit Jahren auf Missstände in den Kobalt-Minen im Kongo hin. 2016 wurde die Zahl dort arbeitender Kinder auf bis zu 40.000 geschätzt. (dpa/fb)