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VW: Prozess um Diebstahl in Millionenhöhe – Überraschender Auftakt!

Im Wert von knapp zwei Millionen Euro soll Männer Motoren von VW geklaut haben. Vor Gericht kam es zu einer Überraschung.
Im Wert von knapp zwei Millionen Euro soll Männer Motoren von VW geklaut haben. Vor Gericht kam es zu einer Überraschung.
Foto: imago images / wolterfoto

Osnabrück. Weil sie Autoteile aus einem VW-Werk in Osnabrück gestohlen haben sollen, stehen zwei Männer von Freitag an vor Gericht. Insgesamt soll das Duo Motoren im Wert von mehr als 1,8 Millionen Euro entwendet haben.

Zusammen mit weiteren gestohlenen Fahrzeugteilen soll der Gesamtschaden für VW noch wesentlich höher sein. Beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Osnabrück legte einer der beiden Angeklagten nun ein Geständnis ab.

Männer sollen 132 Motoren von VW gestohlen haben

Angeklagt sind vor dem Landgericht Osnabrück ein 26 Jahre alter Ex-Angestellter einer Logistikfirma, die auf dem Gelände des Volkswagen-Werks tätig war, sowie ein 32-Jähriger, der bei VW als Staplerfahrer arbeitete.

Mit gefälschten Papieren und Lkw-Schildern sollen sie sich Zugang zum Werk verschafft haben. Die Idee zum Motorenklau soll der Jüngere nach seiner Kündigung gehabt haben. Der 32-Jährige bestreitet die Beteiligung an der Tat. Beiden wird vorgeworfen, 132 Motoren gestohlen zu haben.

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Ein Hehler, gegen den gesondert ermittelt wird, soll 1200 Euro pro Motor in Aussicht gestellt haben, heißt es weiter. Er habe aber nur eine Anzahlung von 30 000 Euro geleistet, die sich die beiden Männer geteilt hätten. Nachdem die Motoren auf einen angemieteten Lkw verladen worden seien, habe sie ein unbeteiligter Fahrer im Auftrag des Hintermannes zum Firmensitz eines weiteren Beschuldigten gebracht.

An drei Tagen sollen es die Männer versucht haben

Insgesamt sollen die beiden Täter an drei Tagen im Jahr 2017 versucht haben, nach dieser Masche Motoren aus dem VW-Werk zu stehlen. Dabei sei ihnen einmal aufgrund fehlender Legitimation die Zufahrt zum Werksgelände verweigert worden. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt zudem wegen weiterer Diebstähle.

Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer sprach gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ von einem Diebstahl von insgesamt 342 Motoren und 142 Getrieben. Der Gesamtschaden soll sich auf 5,7 Millionen Euro belaufen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft richten sich gegen zehn Personen.

Im Falle einer Verurteilung droht den beiden Angeklagten, die von Freitag an vor Gericht stehen, eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren. Als Fortsetzungstermine sind der 6., 8., 11. und 26. November sowie der 9. Dezember anberaumt worden. (dpa/fb)