VW 

VW: Mega-Deal mit Diesel-Klägern? Das bahnt sich in Braunschweig an

Andreas W. Tilp, Rechtsanwalt der Klägerseite, geht zum Prozessauftakt an Akten vorbei.
Andreas W. Tilp, Rechtsanwalt der Klägerseite, geht zum Prozessauftakt an Akten vorbei.
Foto: Swen Pförtner/dpa

Braunschweig. Gibt's einen Deal? Das Oberlandesgericht Braunschweig sieht bei der Musterklage für fast eine halbe Million Dieselfahrer gegen VW jedenfalls Möglichkeiten zur Einigung.

Er werde im weiteren Verfahrensverlauf Vergleichsgespräche anregen, kündigte der Vorsitzende Richter Michael Neef an. Mit dem zweiten Verhandlungstag wurde am Montag in Braunschweig das Musterverfahren über mögliche Schadenersatzansprüche von VW-Kunden fortgesetzt.

VW hat Zweifel

Sowohl VW als auch der Verbraucherzentrale Bundesverband äußerten aber Zweifel. „Ein Vergleich ist kaum vorstellbar“, sagte ein VW-Sprecher. Derzeit liege nach wie vor noch kein aktueller, vollständiger Registerauszug vor.

Ähnlich hatte sich zuvor der Verbraucherzentralenverband geäußert. „Es gab bisher keine Vergleichsverhandlungen mit VW“, sagte Verbandschef Klaus Müller. Diese seien nur sinnvoll, wenn der komplette Registerauszug vorliege.

----------------

Mehr von uns:

----------------

Tatsächlich steht die Zahl der angemeldeten Verbraucher noch nicht fest. Es habe rund 445.000 Anmeldungen gegeben, es lägen aber auch etwa 77.000 Rücknahmeerklärungen vor, teilte Richter Neef mit. (dpa/ck)