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VW: Mann kauft Golf – plötzlich bekommt er ein unglaubliches Angebot

Zwei Jahre nach dem Kauf eines VW Golf konnte sich ein Mann aus Hamburg über einen Geldregen freuen. (Symbolbild)
Zwei Jahre nach dem Kauf eines VW Golf konnte sich ein Mann aus Hamburg über einen Geldregen freuen. (Symbolbild)
Foto: Volkswagen AG

Berlin/Wolfsburg. Außergewöhnlicher Fall in Hamburg. Ein Mann hat im Oktober 2017 einen VW Golf gekauft – und zwei Jahre später ein unfassbares Angebot erhalten.

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, hat VW sich im November 2019 nämlich bei dem Mann gemeldet – und ihm 36.000 Euro für den VW Golf geboten. Also 7000 Euro mehr, als der Mann im Oktober 2017 gezahlt habe.

Das steckt hinter dem VW-Angebot

So wie es dem Mann ergangen ist, gehe es auch immer noch einigen Autofahrern. Denn es geht noch immer um Fahrzeuge, die verbotenerweise als Neuwagen verkauft worden waren. Zuvor hatte Volkswagen sie zu Testzwecken verändert – aber nicht aufgeschrieben, was wie umgebaut wurde.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zieht nach wie vor illegale VW-Fahrzeuge aus dem Verkehr. Laut „Auto Bild“ haben zuletzt 640 VW-Kunden entsprechende Post vom KraBA bekommen (>> hier mehr dazu).

VW-Fahrzeuge: Das hat Volkswagen versäumt

„Es wurde versäumt, zu dokumentieren, was an den betroffenen Fahrzeugen nicht seriengemäß ist“, hieß es im Sommer. Zuvor hatte der Autobauer aus Wolfsburg eingeräumt, zwischen den Jahren 2006 und 2018 Fahrzeuge verkauft zu haben, die nicht dem Serienstand entsprachen.

Für das KBA ist das ein Unding und ein Verstoß gegen Paragraf 5 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Von den betroffenen Autos gehe „ein ernstes Unfall- und Verletzungsrisiko“ aus, so die Behörde. Daher müssten sie verschrottet oder - falls möglich - auf den Serienstand umgerüstet werden.

Weltweit waren rund 6.700 VW-Fahrzeuge betroffen – vom Polo über den Golf bis zum Phaeton. In Deutschland waren 4.100 dieser Wagen unterwegs; 3.200 konnte VW laut „Auto Bild“ bisher zurückkaufen.

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VW-Kunden reagieren nicht auf Anschreiben

Einige der restlichen Fahrzeuge seien schon vor dem Rückruf stillgelegt gewesen, so ein VW-Sprecher. Andere Halter hätten bisher nicht auf die Anschreiben reagiert. „Auch gibt es Kunden, die unser Rückkaufangebot nicht angenommen haben.“

Demnach waren und sind mehrere VW-Kunden von Volkswagens Vorgehen irritiert oder verärgert. So biete der Konzern erst bei Ablehnung seiner Rückkaufangebote schrittweise höhere Ankaufspreise.

Im konkreten „Auto Bild“-Beispiel waren es zunächst 14.000 Euro für einen Sharan – erst am Ende dann 33.000 Euro. (red)