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VW-Razzia in Wolfsburg: DAS haben die Ermittler wirklich gesucht

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen VW. (Symbolbild)
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen VW. (Symbolbild)
Foto: Sina Schuldt / dpa

Wolfsburg. Schock für VW am Dienstag. Nach der Razzia in Büroräumen des Wolfsburger Konzerns durch die Staatsanwaltschaft Braunschweig Büros gab es reichlich Spekulationen.

Gibt es etwa einen neuen Diesel-Skandal bei VW? Die Staatsanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern. Doch jetzt sind Informationen zu den Ermittlungen durchgesickert.

VW-Razzia in Wolfsburg: DAS haben die Ermittler gesucht

Nach Angaben der Volkswagen AG stehen Dieselfahrzeuge mit Motoren des Typs EA 288 im Fokus der Ermittlungen. Mehr dazu erfährst du hier >>>

Ausgerechnet der EA 288! Das Nachfolgemodell des Skandalmotors EA 189 sollte den Konzern eigentlich aus der Diesel-Krise führen.

Wie das „ZDF“ berichtet seien bereits im Frühjahr vertrauliche Informationen an Journalisten gelangt, die angeblich beweisen sollten, dass auch mit dem angeblich sauberen Nachfolgemotor manipuliert werde.

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Keine Beweise für Manipulation

Doch für die neuen Manipulations-Vorwürfe gab es nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders bis zuletzt keine stichhaltigen Beweise.

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„Der Motor hat keine unzulässige Abschaltvorrichtung“, beteuerte VW-Chef Herbert Diess im Herbst bei „Maybrit Illner“. Doch die Razzia am Dienstag wirft Fragen auf.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Einzelpersonen

Obwohl der Konzern seine Unschuld beteuert, durchsuchten die Ermittler die Räumlichkeiten des Konzerns. Dabei konzentrieren sich die Ermittlungen derzeit wohl zunächst nur gegen Einzelpersonen.

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, hätten Zeugen zuvor ausgesagt, dass ein bestimmter Datensatz der Software des neuen Motors problematisch sei.

Mehr Schadstoffe als erlaubt?

Dem „ZDF“ zufolge geht es um eine Warnlampe im Auto, falls der SCR-Katalysator (zuständig für Stickoxide) ausfällt. Die Warnlampe müsse sich auch melden, wenn die Zufuhr des Reinigungszusatzes AdBlue unterbrochen ist.

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Geschieht dies nicht, stoße ein Diesel mehr Schadstoffe aus als erlaubt. Andere Modelle des Konzerns seien deshalb vom Kraftfahrtbundesamt zurückgerufen worden. Beim EA 288 gab es bislang keine Meldungen. Doch ging dabei alles mit rechten Dingen zu? Das muss die Staatsanwaltschaft Braunschweig nun klären. (ak)