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VW: Mann verklagt Konzern – das Urteil lässt aufhorchen!

Ein Mann ist gegen VW vor Gericht gezogen – und hat Recht bekommen. Das Urteil könnte richtungsweisend sein. (Symbolbild)
Ein Mann ist gegen VW vor Gericht gezogen – und hat Recht bekommen. Das Urteil könnte richtungsweisend sein. (Symbolbild)
Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Wolfsburg. Ein Mann ist gegen VW vor Gericht gezogen. Das Urteil in seinem Prozess lässt aufhorchen und könnte für viele Autobesitzer richtungsweisend sein. Denn es ist eines der Urteile pro Verbraucher im Abgasskandal.

Der Mann hatte 2014 ein Auto der VW-Tochter Audi gekauft. Als bekannt wurde, dass auch in diesem Wagen der VW-Motor EA 189 mit den manipulierten Abgaswerten verbaut wurde, ist der Mann vor Gericht gezogen.

VW: Urteil pro Verbraucher im Abgasskandal gefallen

Er forderte den Kaufpreis von VW in einer Klage zurück. Vor dem Landgericht Frankenthal (Pfalz) gewann der Mann. VW hingegen ging gegen das erstinstanzliche Urteil in Berufung.

Also landete der Fall vor dem vierten Zivilsenat des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken. Dort bekam der Kläger erneut Recht. VW wurde dazu verpflichtet, Schadensersatz zu zahlen. Die Begründung: „Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung“.

Der Mann soll nun 17.000 Euro zurückbekommen. Das sind knapp 7.000 Euro weniger, als er 2014 für den Audi A1 bezahlt hatte. Das Gericht hatte jedoch entschieden, dass der Nutzungsersatz für die gefahrenen Kilometer berücksichtigt werden müsste.

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Rechtsanwalt: Einzelklagen gegen VW sind erfolgsversprechend

Florian Rosing, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei für Verbraucherschutz Baumeister Rosing, zeigte sich nach dem Urteil erfreut: „Ein weiterer Sieg für unsere Mandanten.“

Rosing ist sich sicher: „Die zunehmenden verbraucherfreundlichen Urteile der Land- und Oberlandesgerichte zeigen, dass auch Einzelklagen gegen die Volkswagen AG als Motorherstellerin sehr erfolgsversprechend sind und Verbraucher noch vor dem Jahresende handeln sollten.“ (abr mit dpa)