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VW: Bulli unter Lawine begraben – „Scheiße, das war's jetzt!“

Der VW Bulli von Thomas wurde von einer Lawine verschüttet.
Der VW Bulli von Thomas wurde von einer Lawine verschüttet.
Foto: privat

Stubailtal. „Scheiße, das war's jetzt“ – diese Worte sind Thomas K. durch den Kopf gegangen, als aus dem Nichts eine Lawine über seinen VW Bulli hereinbrach.

Es war im November, als Thomas K. aus Frankfurt mit Freunden und Familienmitgliedern im Skiurlaub im Stubaital war. Mit seinem VW Bulli, den er erst neu gekauft hatte – und der wohl, so glaubt er, sein Lebensretter war.

VW Bulli von Lawine eingeschlossen – sechs Menschen eingeschlossen

Der Skiverkehr sei am 17. November auf der Piste bereits eingestellt worden. Über zwei Meter Neuschnee waren gefallen, erinnert sich Thomas. Die Straße, auf der er mit seinem VW Bulli unterwegs war, sei jedoch noch offiziell freigegeben gewesen. Sie waren auf der Rückfahrt vom Stubaier Gletscher, als die Lawine über sie hereinbrach.

„Wir sind extra hinter einem Schneefahrzeug hergefahren“, sagt er. Kurz, bevor das Unglück über ihn hereinbrach, sei das Schneeräumfahrzeug auf einen Parkplatz abgebogen. Dann, ganz plötzlich, sei da diese Schneewolke gewesen. „Ich habe sofort gebremst“, erinnert sich Thomas. Die anderen Autos hinter ihm seien ebenfalls stehen geblieben und seien somit außerhalb der Gefahrenzone gewesen.

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Der Bulli hingegen wurde von der Straße den Abhang herunter geschoben. Dann sei der Wagen umgekippt. Die Räder hätten zum Hang gezeigt. Dadurch habe er, so glaubt Thomas, den Schnee- und Matschmassen standgehalten.

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Lawinenunglück im Stubaital

  • am Sonntag, 17. November, passierte das Lawinenunglück
  • Der Lawinenabgang ereignete sich nahe der Talstation, die Straße wurde gesperrt
  • 650 Gäste waren zeitweise im Gletscherskigebiet eingeschlossen
  • sie kamen im Hotel Mutterbergalm und auf der Desdner Hütte unter
  • am nächsten Tag sind weitere Lawinen gezielt gesprengt worden
  • gegen 15 Uhr am Montag wurde eine erste Spur freigegeben

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Thomas: „Der VW Bulli war wie eine Schutzhülle“

Nach dem ersten Schock habe dann der Überlebensinstinkt bei ihm eingesetzt. Obwohl Scheiben zerborsten wurden und das Dach eingedrückt wurde, hielt der Bulli der Lawine Stand. „Er war wie eine Schutzhülle“, sagt Thomas.

Während die Sechs in dem VW Bulli eingeschlossen waren, nahm auch das Unheil in dem Skigebiet seinen Lauf. Hunderte Gäste waren zeitweise beim Gletscherskigebiet eingeschlossen. Sie hätten die Nächte im Hotel Mutterbergalm und auf der Dresdner Hütte verbringen müssen. Erst am nächsten Tag konnte offiziell Entwarnung gegeben werden.

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Die sechs Insassen des VW Bullis wurden noch am Unglückstag von einem Alpinpolizisten und einem Bergführer gerettet. Diese hätten in einem der Autos gesessen, die noch rechtzeitig angehalten hätten. „Sie haben ihr Leben riskiert, um uns zu retten“, ist sich Thomas sicher.

Thomas schreibt Dankes-Mail an VW

Obwohl alle in dem Auto eingeschlossen waren, sei ihnen nicht viel passiert. Bis auf minimale Kratzer, wie Thomas berichtet. Den Wagen hätten sie letztlich durch eine der kaputten Scheiben verlassen.

Seine Freunde hätten ihm danach gesagt: „Du hast uns das Leben gerettet“. Thomas K. glaubt aber auch, dass es am VW Bulli gelegen haben könnte. Deshalb hat er auch eine E-Mail an den Konzern geschrieben, um sich zu bedanken.

Denn er ist sich sicher: „Hätten wir ein anderes Auto gefahren, wären wir mit Sicherheit nicht mehr am Leben.“