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VW: Auto-Kehrtwende in China droht – für Volkswagen könnte das zum Desaster werden

VW setzt voll auf Elektroautos. In China könnte es deswegen künftig schlechter laufen.
VW setzt voll auf Elektroautos. In China könnte es deswegen künftig schlechter laufen.
Foto: imago images/VCG

Wolfsburg. VW setzt alles auf eine Karte – und die heißt Elektromobilität. Ausgerechnet auf dem so wichtigen chinesischen Markt könnte das schiefgehen. Denn offenbar erwägt China eine Abkehr vom Elektroauto.

Klar ist bereits: Ab dem kommenden Jahr wird China E-Autos nicht mehr subventionieren. Immerhin: Quoten für “New Energy Vehicles“ soll es weiter geben, aber laut der Strategieberatung „JSC Automotive“ aus Shanghai will die Staatsregierung den Begriff ausweiten – das könnte dann unter anderem VW sehr weh tun.

VW: China verschiebt Fokus - Volkswagewn hat sich festgelegt

JSC-Chef Jochen Siebert sieht auf dem chinesischen Auto-Markt in den kommenden Jahren eine Trendwende. Dort werde ein „Fächer an Technologien im Verbrennungsbereich aufgemacht“ – Methanol, Wasserstoff und verbrauchsarme Benziner. Das berichtet „Focus online“.

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Das „Problem“ für VW: Der komplette Volkswagen-Konzern fokussiert sich allein auf elektrifizierte Autos. In Europa ist das wegen der strengen CO2-Grenzwerte auch sinnvoll.

China will CO2-Bilanz von E-Autos bemessen

Besonders heikel für VW & Co. ist außerdem der angebliche Plan der chinesischen Regierung, ab 2025 nicht mehr den Kraftstoffverbrauch für den Flottenverbrauch der Hersteller zu bemessen, sondern die CO2-Emissionen, die für den Fahrzeug-Betrieb aufgewendet werden.

Dann würde der Stromkonsum der E-Autos also in CO2 umgerechnet – „Methanol, Wasserstoff- und E-Fuel-Fahrzeuge würden hingegen mit Null veranschlagt“, so die JSC-Experten. Auch Elektro-Kritiker Professor Fritz Indra sieht einen strategischen Schwenk in China.

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Dort setze man künftig voll auf CO2-neutrale Kraftstoffe – „weil das die einzige Methode ist, um die Emissionen nicht nur von Pkw, Lkw oder auch Schiffen schnell und wirksam zu reduzieren – und das ohne einen Nachteil für die Kunden“, sagte Indra „Focus online“. (red)