VW 

VW: Schwere Vorwürfe! Hat Winterkorn zugeschlagen? Das sagt sein Anwalt

Ex-VW-Chef Martin Winterkorn soll nicht nur laut, sondern auch übergriffig geworden sein, behauptet ein Anwalt. (Archivbild)
Ex-VW-Chef Martin Winterkorn soll nicht nur laut, sondern auch übergriffig geworden sein, behauptet ein Anwalt. (Archivbild)
Foto: imago images / Jan Hübner

Braunschweig/Wolfsburg. Schwere Vorwürfe gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn! Die Anschuldigungen wurden in einem Dieselskandal-Prozess öffentlich, über den unter anderem die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet.

Winterkorn soll demnach beim sogenannten „Schadenstisch“ einen Topmanager von VW „niedergebrüllt“ und ihm mit einer defekten Wasserpumpe auf die Hand geschlagen haben. Ein Sanitäter habe die Hand versorgen müssen.

VW-Prozess: Winterkorn soll ausgerastet sein

Ein Anwalt schilderte diesen angeblichen Vorfall laut „Braunschweiger Zeitung“ am Montag am Arbeitsgericht Braunschweig.

Sein Mandant, der ehemalige Leiter der Dieselmotoren-Entwicklung, war im vergangenen Jahr von VW entlassen worden und klagt jetzt gegen die Kündigung. >> Mehr zu dem Prozess liest du in der „Braunschweiger Zeitung“

Auf Nachfrage von news38.de hat sich Winterkorns Anwalt Dr. Felix Dörr zu Wort gemeldet. Er betont, dass die angebliche Darstellung „grob falsch“ ist.

VW: Winterkorn-Anwalt spricht Klartext

„Weder wurden Untergebene von unserem Mandanten hier 'niedergeschrien', noch wurden sie 'sogar körperlich angegriffen'. Schon gar nicht war der Schadenstisch 'ein Tribunal'", erklärt der Rechtsanwalt.

Richtig sei vielmehr, dass der „Schadenstisch“ Winterkorns Idee gewesen sei. Er habe ein regelmäßiges Treffen von Ingenieuren verschiedener Fachgruppen initiiert, um aktuelle technische Probleme gemeinsam zu erörtern und nach Lösungen zu suchen. Rechtsanwalt Felix Dörr betont, dass Winterkorn die Mitarbeiter bei diesen Treffen nicht „niedergeschrien“ habe.

Die Anweisungen seien „stets sachlich, gegebenenfalls auch deutlich“ erfolgt. Ebenfalls erklärt Felix Dörr, dass Winterkorn einen Topmanager von VW nicht absichtlich mit einer Wasserpumpe verletzt habe

.------------------

Mehr zum Thema VW:

------------------

Wasserpumpen-Vorfall sei Unfall gewesen

„Richtig ist, dass es, vermutlich im Jahr 2012, einen Unfall gab, bei dem unser Mandant eine Wasserpumpe in der Hand gehalten hat und ihm diese beim Ablegen entglitt, wodurch sich der neben ihm stehende Mitarbeiter, der ihn zuvor bei der Diskussion unterstützt hatte, bedauerlicherweise an der Hand verletzte“, äußert sich Felix Dörr gegenüber news38.de.

Winterkorn habe dem Mitarbeiter demnach weder auf die Hand geschlagen noch ihn körperlich angegriffen. Der Vorfall sei ein Unfall gewesen, der auf eine „mögliche Unachtsamkeit“ zurückgehe. (red)