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VW-Kunden klagen gegen Konzern – DAS wird ihnen gar nicht gefallen

Tausende Kunden ziehen wegen des Dieselskandals gegen VW vor Gericht. Doch nun ist ein Beschluss gefallen, der viele Kunden verärgern dürfte. (Symbolbild)
Tausende Kunden ziehen wegen des Dieselskandals gegen VW vor Gericht. Doch nun ist ein Beschluss gefallen, der viele Kunden verärgern dürfte. (Symbolbild)
Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Allein in diesem Jahr sind 45.000 Kunden gegen VW vor Gericht gezogen. Sie wollen ihre manipulierten Autos zurückgeben und den Kaufpreis erstattet bekommen. Hintergrund ist der Dieselskandal.

Doch nun hat der 20. Senat des Oberlandesgerichts München laut „FAZ“ zugunsten von VW entschieden und einen Hinweisbeschluss herausgegeben – und das dürfte vielen Klägern so gar nicht gefallen.

VW: Dieselskandal – Kunden-Ansprüche verjährt?

Demnach ist das Gericht der Meinung, dass Ansprüche seit Ende 2018 verjährt seien.

Der Dieselskandal sei im Herbst 2015 bekanntgeworden. Drei Jahre hätten die Autobesitzer Anspruch auf eine Rückzahlung gehabt. Also bis Herbst 2018. Somit seien alle Klagen dieses Jahres hinfällig.

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Damit folge das Gericht in München der Argumentation von VW. Verbraucher-Anwälte hingegen würden den Beginn der Verjährungsfrist erst auf 2016 datieren. Denn erst dann hätte VW die Kunden umfassen aufgeklärt.

Vorher hätten die Kunden lediglich über die Medien über die Internetseite von Volkswagen von dem Dieselskandal und den Auswirkungen erfahren.

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Noch seien sich die Obergerichte uneinig. Eine endgültige Entscheidung des Bundesgerichtshofes werde 2020 erwartet. (abr)