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VW: Hoffnungsträger verspätet sich – dabei hängt die Zukunft des Konzerns am Erfolg des Autos

Der VW ID.3 gilt bei VW als DER Hoffnungsträger für die Zukunft.
Der VW ID.3 gilt bei VW als DER Hoffnungsträger für die Zukunft.
Foto: imago images / Sebastian Geisler

Wolfsburg. Schwer ist die Last, die schon jetzt auf der Karosserie des ID.3 von VW lastet. Mit dem Modell will der Autokonzern nicht weniger als die Elektro-Offensive einläuten. Daher steht der ID.3 besonders im Fokus.

Doch nun folgt ein derber Rückschlag: Die geplante Auslieferung, die für Mitte 2020 angesetzt war, könnte sich verschieben.

VW: Hoffnungsträger ID.3 lässt auf sich warten

Wie das Branchenportal Elektroauto-News berichtet, macht die Software der pünktlichen Auslieferung einen Strich durch die Rechnung. Aktuell wird der ID.3 mit unvollständiger Softwarearchitektur gebaut. Heißt also: Knapp 20.000 Elektro-Autos stehen bereits geparkt bereit, allerdings ohne die neue Software. Diese muss nochmals von VW-Fachkräften aufgespielt werden.

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Gegenüber Focus bestätigt VW, dass Software-Probleme die Ursache für die späte Auslieferung seien. Bereits produzierte Modelle müssten vor der Auslieferung noch „geflasht“ werden, also sie bekommen noch die neuste Software verliehen.

Die Auslieferung starte weiterhin diesen Sommer, zu dem der August ja gehöre, so ein VW-Sprecher.

Noch im Dezember verkündete Volkswagen: „Der Zeitplan für den ID.3 steht. (...) Wir werden im kommenden Jahr wie geplant rund 100.000 MEB-Fahrzeuge in Zwickau bauen.“ Weiter hieß es: „Der Aufbau einer neuen, leistungsfähigen Elektronik- und Softwarearchitektur ist eine Herausforderung, bei der auch Schwierigkeiten oder Verzögerungen auftreten können, die wir allesamt abarbeiten.“

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Extra-Aufschlag für anderen Farben außer Grau?

Doch nicht nur die Auslieferung verzögert sich. Die ersten Käufer des ID.3 werden sich daran gewöhnen müssen, dass die Fahrzeuge der First Edition keine Zwei-Zonen-Klimaanlage haben. Für ID.3 mit Panoramaschiebedach wird es darüber hinaus keinen Fahrradträger geben. Außerdem wird die „S“-Version mit der 77 kWh-Batterie nur für vier Personen zugelassen sein, ohne Sicherheitsgurte für einen mittleren Passagier auf dem Rücksitz.

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Laut Elektroauto-News wird nur die Farbe Grau kostenfrei sein. Für alle anderen Farben soll ein Aufpreis von 690 Euro fällig werden. (mb)