VW 

VW: Konzern lässt Millionen-Geschäft platzen – ausgerechnet wegen dieses Ziels

VW-Chef Herbert Diess macht eine klare Ansage.
VW-Chef Herbert Diess macht eine klare Ansage.
Foto: Volkswagen AG

Wolfsburg. VW will mit Klimaschutz und Elektromobilität vorangehen. Dafür macht das Unternehmen zahlreiche Investitionen und distanziert sich gleichzeitig von Geschäften, die nicht auf diesen Ziel hinführen – auch wenn sich der Konzern damit Millionen entgehen lässt.

Als „Energiewende paradox“ bezeichnet VW-Chef Herbert Diess solche Deals. Konkret meint er damit, dass sein Unternehmen den Kohleausstieg umsetze, während an anderen Ort neue Kohlekraftwerke aufgebaut werden.

VW plant Kohleausstieg für das kommende Jahr

Ab dem kommenden Jahr sollen die beiden Kohlekraftwerke des VW-Konzerns durch Gas-Dampfturbinen ersetzt werden. „Ab 2022 sparen wir damit 60% CO2 ein – das entspricht dem Ausstoß von 870.000 Autos“, schreibt Diess in einem Beitrag auf LinkedIn.

------------------

Mehr News zum Thema VW

VW: Schock-Prognose für Autofans! Ist nach dem Golf 8 endgültig Schluss?

VW-Premiere: Dann lässt der Golf GTD seine Hüllen fallen!

VW-Zoff dauert an: Doch Dieselkunden sollen 830 Millionen bekommen

-----------------

Gleichzeitig bedauert er, in Datteln Milliarden Euro in den Kohleeinstieg investiert werden und betont, dass er bereits mehreren Interessenten abgesagt habe, die die alten Kohlenblöcke des Unternehmen kaufen wollten.

VW bezieht klare Position

Damit macht Diess eine klare Ansage: VW möchte beim Betrieb von Kohlekraftwerken nicht mehr mitwirken Ziel des Unternehmens ist, bis 2050 kilmaneutral zu sein – auch wenn der Konzern sich dabei hohe Summen durch die Lappen gehen lässt. (lh)