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VW: Frank Thelen aus „Höhle der Löwen“ mit düsterer Prognose für Volkswagen - „wird bedeutungslos werden“

Frank Thelen
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Wolfsburg/München. Eine vernichtende Prognose für VW & Co. schlägt hohe Wellen in der Auto-Szene! Unternehmer und Aktionär Frank Thelen sagt VW und auch BMW eine düstere Zukunft voraus. Und das sogar schon recht bald, wenn die Autobauer nicht die Kurve kriegen.

Vielmehr glaubt der ehemalige Vox-TV-Juror („Die Höhle der Löwen“) an den US-Autobauer Tesla. Der 44-Jährige fährt selbst Tesla – und ist Investor bei dem Unternehmen von Elon Musk.

Schock-Prognose für VW und BMW

„Meine Prognose ist, dass Tesla schon sehr bald seine Marktkapitalisierung verdoppeln wird und VW und BMW bedeutungslos werden“, so Frank Thelen in einem Gastbeitrag fürs „Handelsblatt“.

Dass die deutschen Autobauer nicht mit Tesla mithalten könnten, wenn sie nicht progressiv und konsequent in neue Technologien investieren, habe er schon vor vier Jahren prophezeit, schreibt Frank Thelen. Das aber hätten VW und die anderen Auto-Größen verpasst.

Ist Tesla meilenweit voraus?

Tesla habe verstanden, wie wichtig Daten in der E-Auto-Industrie sind – vor allem für das autonome Fahren. Der US-Autobauer sei bislang der einzige, der sich wirklich mit dem Thema auseinandersetze.

Tesla sammle seit Jahren Daten - äußere Umstände wie Fahrer-Reaktionen - und übertrage sie entsprechend. „Es mag für viele noch nach Science-Fiction klingen, aber wer sich mit der Technologie und den Fakten auseinandersetzt, traut seinem Tesla bald mehr als sich selbst – wenn es ums Autofahren geht“, findet Frank Thelen.

Außerdem sei die Tesla-Produktion agil und schlank. Anders als etwa VW sei der US-Autobauer nicht auf einen Pool an Zulieferern angewiesen. „Es gibt nur ein Team, das gemeinsam an einem Auto arbeitet und das gleiche Ziel verfolgt: Effizienz.“

Mächtig Gegenwind für Frank Thelen

Mit seiner provozierenden Schock-Vorhersage stößt der ehemalige „Die Höhle der Löwen“-Star aber auch auf mächtig Gegenwind. Unter anderen Bitkom-Präsident Achim Berg findet, dass Digitalisierung Traditionsunternehmen wie VW nicht automatisch in den Abgrund führen muss.

Er verweist auf die globale Datenplattform „Here“ der deutschen Autoindustrie, eine „in Mobilitätsfragen derzeit einzigartige Intelligenz“. Außerdem sei auch Tesla auf Bauteile deutscher Zulieferer angewiesen. Und: Die Produktionszahlen von Tesla seien deutlich geringer als die von VW.

Auch bei Instagram kassiert Frank Thelen ordentlich Kritik. Er verschätze sich da gewaltig, schreibt ein User. Denn VW investiere Milliarden in Digitalisierung und zukünftige Antriebe: „Die Zukunft ist noch nicht entschieden. Für VW dürfte es leichter sein, auf Dauer günstige Fahrzeuge in hoher Stückzahl zu produzieren als für Tesla.“

„Mal einen Termin bei den VW-Kollegen machen“

Ein anderer Nutzer schreibt, Frank Thelen solle doch lieber mal in Wolfsburg vorbeischauen: „Herr Thelen sollte mal einen Termin bei den VW-Kollegen in der Forschung machen. Autonomes Fahren, Digitalisierung, Elektrifizierung - alles Themen, die im Konzern schon lange laufen. “

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Tatsächlich hat VW längst die Zeichen der Zeit erkannt. Bis ins Jahr 2025 sollen sich mehr als 10.000 Experten um die Software kümmern; allein in diesem Jahr soll ein Viertel von ihnen eingestellt werden. (red)