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VW-Werke lahmgelegt: „Stückzahl wichtiger als Menschenleben!“ – so reagieren die Mitarbeiter

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie schlagen jetzt auch in Deutschland und Europa voll auf die Produktion von VW durch.
Die Folgen der Coronavirus-Pandemie schlagen jetzt auch in Deutschland und Europa voll auf die Produktion von VW durch.
Foto: Volkswagen AG

Wolfsburg. So etwas gab es seit Jahren nicht: Bei VW sollen bald die Maschinen stillstehen. Der Grund: Die Angst vor der Ausbreitung des Coronavirus. In den Fabrikhallen treffen täglich viele Menschen aufeinander – das ist nicht im Sinne der aktuellen Vorsichtsmaßnahmen.

Drei infizierte Mitarbeiter in Wolfsburg meldete der Autobauer bereits. Jetzt zog VW Konsequenzen und verkündete, dass alle deutschen und auch europäische Werke für zunächst zwei Wochen stillstehen sollen.

VW: Zwei Wochen Stillstand!

Die Belegschaft wartete zunächst angespannt auf eine Ansage der Konzernleitung dazu, wie es nun konkret für sie weitergehen soll. Die Stimmung in den VW-Werken ist angespannt.

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„Viel zu spät die Entscheidung“, kritisiert Julian beispielsweise auf Facebook. „Stückzahl ist wichtiger als Menschenleben!“ Ähnlich sieht es Matrona: „Da haben wir ja noch entspannte Tage, um den Scheiß noch richtig unter den Mitarbeitern zu verteilen. Großartig.“

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VW-Mitarbeiter Karl fordert: „Diejenigen, die jetzt mehr malochen müssen wie vorher, sollten alle einen Bonus bekommen.“

Kommt die Entscheidung zu spät, oder ist sie übertrieben?

Katja findet die Entscheidung etwas übertrieben: „Ich find's lustig. Unternehmen schließen. Alles macht dicht. Wobei Abstand und Sauberkeit ausreichen würden.“

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Marko schreibt: „Andere Firmen sollten sich auch mal dran erinnern, dass sie eine Obhutsplflicht gegenüber ihren Mitarbeitern haben.“

Am besten fasst es vielleicht Jürgen zusammen: „Viel wichtiger ist doch, dass wir alle unbeschadet und gesund durch diese schwere Zeit kommen. Es werden viele Menschen um ihre Existenz bangen und hoffen, ihre Arbeit nicht zu verlieren. Und trotzdem ist mir im Moment das Geld sch.....egal! Weil es viel wichtigere Dinge gibt!“ (wt)