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VW: Üble Kritik in der Corona-Krise – jetzt muss sich der Konzern auch noch DAS anhören

VW: Die Kritik an den Manager-Gehälter ist zwar nicht neu, tritt aber in der Krise besonders deutlich hervor (Symbolbild).
VW: Die Kritik an den Manager-Gehälter ist zwar nicht neu, tritt aber in der Krise besonders deutlich hervor (Symbolbild).
Foto: Sean Gallup/Getty Images

Wolfsburg. VW steckt aufgrund der Corona-Pandemie in einer gewaltigen Krise: Die Produktion steht still und die Einnahmen bleiben so gut wie aus.

Zuletzt hat VW angekündigt, dass auch die Bonuszahlungen der Manager in Gefahr seien. Das dürfte abgesehen von den Managern selbst jedoch die wenigsten Menschen interessieren.

VW: Absurd hohes Gehalt

Die Gehälter, die der Konzern (wie viele weitere auch) den Managern auszahlt, sind ohnehin astronomisch hoch und stehen seit jeher in der Kritik. Vor allem in Krisenzeiten, in denen Supermarkt-Kassierer und Pflegekräfte die Gesellschaft am Laufen halten, wird das wieder einmal deutlich.

In einem Tweet stellt Robert Fietzke, Jugendkoordinator der Linken Sachsen-Anhalt, die Gehälter von Krankenschwester und VW-Chef direkt gegenüber.

Während Letzterer im vergangenen Jahr sieben Millionen kassiert hat, verdient eine Krankenschwester 38 000 Euro.

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Hochgerechnet heißt das, rechnet Fietzke vor, die Schwester müsse „84 Jahre lang Corona-Patienten das Leben retten, um so viel zu verdienen wie der Chef eines Automobilkonzerns in einem Jahr“.

VW fordert mehr Gehalt

Aber: Viele bei VW sind sich dessen durchaus bewusst. Betriebsratschef Bernd Osterloh etwa forderte vor Kurzem eine bessere Bezahlung für systemrelevante Jobs.

Ihm sei klar, dass „ohne diese Arbeit unser Leben, so wie wir es kennen, gar nicht mehr funktionieren würde“. (lh)