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VW: Zweite Chance für Betroffene des Dieselskandals – Konzern trifft jetzt diese Entscheidung

Tausende Menschen sind wegen des Abgasskandals gegen VW vor Gericht gezogen – und haben Recht bekommen. Ein Mann aus Leverkusen hingegen nicht. Auch, weil er einen peinlichen Fehler vor Gericht gemacht hat. (Symbolbild)
Tausende Menschen sind wegen des Abgasskandals gegen VW vor Gericht gezogen – und haben Recht bekommen. Ein Mann aus Leverkusen hingegen nicht. Auch, weil er einen peinlichen Fehler vor Gericht gemacht hat. (Symbolbild)
Foto: imago images/Rust

Der Abgasskandal kostet VW eine Stange Geld. Mit rund 200.000 Diesel-Kunden hat der Konzern sich nun schon auf einen Vergleich geeinigt. Damit muss VW eine Summe von 620 Millionen Euro locker machen.

VW hatte sich Anfang des Jahres mit dem Bundesverband der Vebraucherzentralen auf einen Vergleich geeinigt. Bedeutet: Vom Dieselskandal betroffene Kunden können Schadenersatz für den Wertverlust ihrer Wagen bekommen. Bis einschließlich heute konnten sich betroffene Kunden bei VW registrieren.

VW verlängert Frist für Betroffene des Diesel-Skandals

Eigentlich. Denn der Konzern hat die Frist für eben jene Neuregistrierungen bis zum 30. April verlängert. Falls du also betroffen bist, kannst du dich nun sowohl bis Ende April neu registrieren als auch fehlende Unterhagen einreichen. Die Voraussetzung: Du musstest dich zuvor der Musterfeststellungsklage angeschlossen haben.

Rund 200.000 Betroffene bekommen nun Einzelbeträge von 1.350 bis 6.250 Euro. Ab dem 5. Mai sollen sie ausgezahlt werden. Bei 21.000 Fällen steht die finale Prüfung sogar noch aus.

Zum Hintergrund: Im September 2015 hatte VW zugegeben, weltweit in elf Millionen Fahrzeuge eine illegale Software eingesetzt zu haben – um Abgaswerte zu manipulieren. Allein in Deutschland waren vom Dieselskandal mehr als zwei Millionen Kunden betroffen.

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VW will bis zu 830 Millionen Euro lockermachen

Lange gab es ein Hin und Her. VW weigerte sich zunächst, Schadenersatz zu zahlen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen zog stellvertretend für die betroffenen Kunden vor Gericht. Mit einer so genannten Musterfeststellungsklage wollte er Schadenersatz für die Kunden erstreiten.

Das Gericht schlug Vergleichsverhandlungen vor – die sich schwierig gestalteten. Am Ende bot VW den Kunden dann doch einen Vergleich an: Dafür will der Konzern bis zu 830 Millionen Euro lockermachen. Ausführliche Infos zu den Vergleichsverhandlungen findest du hier >>>>. (abr/mit dpa)