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VW-Chef bei Maybrit Illner (ZDF): So viel kostet die Coronakrise den Autobauer wirklich

VW-Chef Herbert Diess war am Donnerstag bei Maybrit Illner zu Gast.
VW-Chef Herbert Diess war am Donnerstag bei Maybrit Illner zu Gast.
Foto: Screenshot ZDF

Die Produktion bei VW läuft unter erhöhten Vorsichtsmaßnahmen schon in dieser Woche an. Das berichtet VW-Chef Herbert Diess am Donnerstag bei Maybrit Illner im ZDF.

Kein Wunder, denn der Autobauer macht Woche für Woche Verluste in Milliardenhöhe. In der Sendung gab der Konzernchef schockierende Zahlen aus seinem Unternehmen preis.

VW-Chef Diess legt dramatische Zahlen vor

Der Anlauf der Produktion in Zwickau in dieser, in Wolfsburg, Emden und Hannover in der nächsten Woche habe sich VW gut vorbereitet. „Es gibt Masken, wir haben die Hygienemaßnahmen verändert, wir stärken die Schichtentkopplung, sodass wir weniger Leute haben.“

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VW könne den Stillstand zwar noch „zwei oder drei oder vier Wochen durchhalten“, aber das käme den Konzern teuer zu stehen: Ruhende Bänder kosten zwei Milliarden Euro pro Woche.

Weil sich die Ausbreitung des Virus mittlerweile extrem verlangsamt habe, könne dem nun entgegenwirken. „Jetzt geht es darum, das System wieder in Gang zu bringen, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.“

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Die weiteren Gäste bei Maybrit Illner:

  • die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer
  • Grünen-Abgeordnete Cem Özdemir
  • Virologe Hendrik Streeck
  • Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim

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80.000 Beschäftigte in Kurzarbeit

Dass das ohne einen dastischen Anstieg an Neuinfektionen klappen kann, zeige das Beispiel China: Dort habe es funktioniert, die Wirtschaft anzukurbeln und gleichzeitig das Virus in Schach zu halten. Gut für den Konzern, denn VW verkauft dort etwa 40 Prozent seiner Autos.

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Diess hatte noch mehr Zahlen für die Zuschauer parat. Für rund 80.000 Beschäftigte hatte der Konzern Kurzarbeitergeld beantragt. Ob VW da nicht zu viel vom Staat verlange, wenn er jetzt noch eine Kaufprämie verlange, hakt Illner nach.

„Natürlich sind wir in Kurzarbeit, 60 Prozent unserer Mitarbeiter, wir doppeln auf 100 Prozent. Allerdings ist es auch unser gutes Recht, die Sozialkassen da in die Pflicht zu nehmen“, sagt Diess.

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Spenden in Millionenhöhe

„Wir zahlen das ja, es sind ja keine Staatsgelder, es ist in Prinzip der Beitrag zu den Sozialkassen. Wir haben in den letzten 10 Jahren über 4 Milliarden eingezahlt und haben im März bei Volkswagen etwa 40 Millionen Euro Unterstützung daraus abgerufen.“

Außerdem habe der Konzern für etwa 40 Millionen Euro medizinische Ausrüstungsgegenstände gespendet. „Wir haben unsere Beiträge geleistet“, sagt Diess.

Lobende Worte findet er dann auch für Politik und Gesellschaft: „Wir können in Deutschland stolz auf das sein, was wir erreicht haben.“ (vh)