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VW baut Werk zur Corona-Klinik um – für eine Millionensumme

Rivista Automobilismo
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Port Elizabeth/Wolfsburg. Auch VW will seinen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leisten – deshalb baut der Konzern jetzt ein altes VW-Werk zu einer Corona-Klinik um. Bereits in ein paar Wochen sollen die ersten Betten für Corona-Patienten stehen.

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Die ehemalige VW-Fabrik steht in Südafrika, genauer gesagt in Port Elizabeth in der Provinz Eastern Cape. Volkswagen hatte das rund 66.000 Quadratmeter große Werk seit Ende des vergangenen Jahres nicht mehr genutzt und wollte es eigentlich verkaufen.

VW baut Werk in Südafrika zur Klinik um

Mit Unterstützung der Bundesregierung baut der Konzern das Gebäude jetzt entsprechend um. Die medizinische Einrichtung werde groß genug für bis zu 40.00 Betten sein, sagte VW-Südafrika-Chef Thomas Schäfer.

Der erste Teil der Klinik mit rund 1.400 Betten soll in sechs bis sieben Wochen fertig sein. Danach wird die Klinik laut VW je nach Nachfrage vergrößert. Als Betreiber werde die örtliche Regierung fungieren.

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Der Umbau wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. „Wir werden das Coronavirus entweder weltweit gemeinsamen besiegen oder gar nicht“, teilte Minister Gerd Müller (CSU) mit. „Wenn wir nicht global handeln, wird das Virus in Wellen nach Deutschland und Europa zurückkehren.“

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Die Volkswagen Group South Africa (VWSA):

  • Gründung: 1966
  • Sitz: Uitenhage
  • Mitarbeiterzahl: 4.023 (12/2018)
  • Produktion: 123.854 Fahrzeuge und 122.222 Motoren (12/2016)
  • Modelle: Volkswagen Polo, Cross Polo und Motoren (1.4 & 1.6 EA111)
  • Sonstiges: VW engagiert sich sozial, z.B. gegen Analphabetismus und Kinderarmut

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Das BMZ unterstütze den Umbau der Fabrik sowie die Versorgung von Krankenhäusern und Testzentren in der Region mit Schutzkleidung und rund 5,2 Millionen Euro, sagte ein Sprecher. VW trägt nach Angaben von Schäfer umgerechnet rund 1,4 Millionen Euro zur Klinik bei.

Südafrika beklagt besonders viele Corona-Fälle

Südafrika hat mit mindestens 7.220 bestätigten Erkrankungen mehr Covid-19-Fälle als jedes andere Land in Afrika. Bislang sind laut der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC 138 Menschen in Südafrika an der Lungenkrankheit gestorben.

VW ist bislang das einzige Unternehmen, das Südafrika auf diese Weise hilft – zumindest ist einer Sprecherin des zuständigen Ministeriums kein vergleichbarer Fall bekannt. (dpa/ck)