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VW: Ökonomin behauptet: „Mit Frauen im Vorstand hätte es den Dieselskandal nicht gegeben“

Wirtschaftsprofessorin Monika Schnitzer glaubt, dass eine oder mehrere Frauen im VW-Vorstand den Dieselskandal verhindert hätten. (Archivbild)
Wirtschaftsprofessorin Monika Schnitzer glaubt, dass eine oder mehrere Frauen im VW-Vorstand den Dieselskandal verhindert hätten. (Archivbild)
Foto: imago images / Jürgen Heinrich

Wolfsburg. Hätten Frauen im VW-Vorstand den Dieselskandal verhindert? Ja, sagt zumindest die neue Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. „Mit Frauen im Vorstand wäre die Gruppendynamik ganz anders gewesen“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Der VW-Vorstand sei damals eine homogene Gruppe von Männern gewesen, die alle von Autos, Macht, Technik und Wachstum begeistert gewesen seien. In so einer Gruppe sei die Versuchung groß, sich auf die genehme Sicht der Dinge zu einigen: „Was ist schon kriminell? Wer soll uns schon dahinterkommen?'“

Schnitzer: VW fehlte eine Instanz für Zweifel

Schnitzer sagte, in einem solchen Klima wie bei VW damals habe die Instanz für Zweifel gefehlt. In heterogenen Gruppen schere in solchen Situationen eher jemand aus.

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Die Ökonomin fordert generell mehr Frauen an der Spitze von Deutschlands Konzernen. „Wir brauchen mehr gemischte Teams, Männer und Frauen, verschiedene Nationalitäten und soziale Herkunft“, sagte sie der „FAS“.

Schnitzer selbst war zuletzt in den „Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ aufgenommen worden. Das fünfköpfige Gremium berät die Bundesregierung in ökonomischen Fragen. Neben der 58-jährigen Wirtschaftsprofessorin sitzt dort noch eine Frau – Veronika Grimm. (ck)