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VW: Elektro-Hoffnung ID.3 soll bald kommen – aber es gibt einen Haken

Der VW ID.3 ist die Elektro-Hoffnung von Volkswagen – doch die Planung läuft längst nicht rund. (Archivbild)
Der VW ID.3 ist die Elektro-Hoffnung von Volkswagen – doch die Planung läuft längst nicht rund. (Archivbild)
Foto: dpa/Sebastian Willnow

Eigentlich sollte 2020 ein gutes und spannendes Jahr für VW werden. Es sollte den Beginn der Elektro-Wende beim Konzern markieren. Denn der ID.3 steht in den Startlöchern.

Doch dann kam alles irgendwie anders. Die Corona-Pandemie hat massive Absatzprobleme mit sich gezogen, wochenlang standen die VW-Bänder still. Und dann noch die Sache mit dem Golf 8: Auslieferungsstop! Weil der Notrufassistent nicht richtig funktioniert.

Und jetzt wird auch noch bekannt, dass VW weiterhin mit Softwareproblemen beim ID.3 kämpft. Mit Konsequenzen: Medienberichten zufolge soll die Elektro-Hoffnung mit reduziertem Digitalangebot auf den Markt kommen. Doch was heißt das genau?

VW: Kommt der ID.3 nur in abgespeckter Version?

Anfang Januar war zum ersten Mal von Softwareproblemen beim ID.3 zu hören. Seinerzeit musste der ID.3 mit unvollständiger Softwarearchitektur gebaut werden. Bedeutet: Knapp 20.000 Elektro-Autos standen bereits geparkt bereit, allerdings ohne neue Softwarte. Diese muss nochmals von VW-Fachkräften aufgespielt werden.

Anfang März dann die nächste Hiobsbotschaft: Testfahrer meldeten bis zu 300 Probleme pro Tag.

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An dem geplanten Start im Sommer 2020 sollte das allerdings nicht rütteln. Ebenso wenig wie die Corona-Krise. VW hat immer wieder betont, dass der Start nicht in Gefahr ist. Wie der „Spiegel“ und „ecomento" jetzt berichten, ist das auch noch immer Status quo. Mit einem Unterschied: Der ID.3 kommt wohl mit einem abgespeckten Digitalangebot.

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ID.3: Probleme mit verschiedenen Apps

Heißt konkret: Bis Ende Juni wolle der Konzern die gröbsten Fehler ausbessern. Was dann nicht geht, soll nachjustiert werden. Und zwar via „Over-the-Air“-Update.

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Das ist der ID.3:

  • vollelektrisch
  • Batteriegrößen für 330 bis 550 Kilometer Reichweite
  • Basispreis: 29.990 Euro
  • Konzern verspricht, dass der ID.3 „bilanziell" Co2-neutral produziert werden soll

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Aktuell mache der ID.3 nämlich noch bei einigen Apps Probleme. Verkehrszeichenerkennung oder Reifendruckkontrolle würden noch nicht zuverlässig genug arbeiten, auch die „Always-on"-Funktion mache Schwierigkeiten, ebenso das „Head-up-Display".

Gegenüber dem „Spiegel" äußerte sich VW dahingehend, dass der ID.3 mit wesentlichen Funktionsumfängen online an den Start gehen soll. Worauf Käufer erst einmal bei dem Elektro-Flitzer verzichten müssen, will der Konzern noch vor Markteinführung bekannt geben. (abr)